Wilhelmshaven - Der jüngste Sportausschuss war erneut Schauplatz für einen spektakulären Vorstoß. Wieder ging es dabei um einen Allwetterplatz. Und wieder spielte dabei der VfL Wilhelmshaven und die Zukunft der Inlinehockeysparte des Vereins eine Rolle, in dessen Vereinsheim der Ausschuss tagte.
Aus für den Ursprungsplan
Rückblende: Im Februar 2023 war im Ausschuss der Neubau der Marion Dönhoff-Schule ein Thema. Bestandteil dieser Planung ist neben einem Stadtteilhaus auch eine Sporthalle. Vom seinerzeit vorgestellten Entwurf des Aachener Architektenbüros Hausmann, die Halle im Boden verschwinden zu lassen, damit gleichzeitig auf dem ebenerdigen „Dach“ ein Allwetterplatz entstehen könnte, hat sich die Stadt allerdings mittlerweile verabschiedet.
„Baulich und finanziell zu aufwendig“, fasste Thomas Brandt, Leiter des Fachbereichs Bildung und Sport, die zurückliegende Entwicklung zusammen. Die Allwetterhalle treibt die Verantwortlichen aber weiterhin um. VfL-Vorsitzender Michael Hundrieser stellte den Ausschuss-Mitgliedern eine Halle des Backnanger Anbieters „McArena“ vor, die es in mehreren – unterschiedlich teuren – Varianten gibt. Der VfL-Vorsitzende sprach von einer „gehobenen Ausstattung“ für 650 000 Euro, die auch eine Beschallungsanlage für Events vorsieht. Hundrieser. „Sowohl für uns als Verein als auch für die Schule wäre das ein Gewinn. Und wir wollen mit unseren Möglichkeiten mithelfen, dass so etwas realisiert werden kann.“
„Toller Baustein für Gesamtprojekt“
Die Vorteile sieht auch die Stadt. „Das wäre ein toller Baustein für das Gesamtprojekt“, so Brandt, der allerdings darauf hinwies, dass sich die Gesamtplanung für den Neubau nach dem Brand im März 2021 noch im Anfangsstadium befindet. Durchgehend wohlwollend wurde die Idee vom Sportausschuss aufgenommen.
Gebaut werden könnte die Freilufthalle auf dem benachbarten VfL-Gelände an der Plauenstraße. Dort hält der Verein sieben Tennisplätze vor, von denen nur noch drei genutzt werden, weil die Tennissparte des Vereins mittlerweile überschaubar und in die Jahre gekommen ist. Möglich wäre – auch für eine Schulnutzung – zudem der Bau einer 100 m-Laufbahn und einer Hoch- und Weitsprunganlage.
Die Win-Win-Situation Schule/Verein würde zudem noch einer Erweiterung erfahren. Denn eine „McArena“ könnte auch eine neue Heimat für die Inlinehockey-Sparte des VfL sein, die derzeit in der Halle Heppens nur geduldet ist. Die sollte nach dem BBS-Hallen-Neubau eigentlich wie die ehemalige KKG-Halle abgerissen werden, weil aber weiterhin ein Bedarf vorhanden ist – und ein Grundschulneubau dort noch Zukunftsmusik – nutzen vor allem WTHC (Hockey) und VfL (Inlinehockey) die Halle weiterhin. Auch Fußballturniere fanden dort zuletzt mehrfach statt.
Probleme in der Halle Heppens
Das Problem: Um einen kaputten Heizkessel zu reparieren, müsste noch einmal eine fünfstellige Summe investiert werden. Denn Nutzer haben in der Vergangenheit wiederholt festgestellt, dass die Heizung entweder auf Hochtouren oder gar nicht lief. Gleiches gilt für die Duschen.
Die Inlinehockeyspieler des VfL haben auf jeden Fall für die Halle Heppens eine Nutzungsgarantie bis zum Ende der Sommerferien. Entsprechend wurde, so Abteilungsleiter Christian Claus, der Spielbetrieb für drei Mannschaften geplant. Auch Claus würde verständlicherweise eine Perspektive für „seinen“ Sport begrüßen: „In einem Multicourt mit Bande und einem Schutz für Zuschauer und Zeitnehmer könnten Punktspiele problemlos stattfinden.
