Ganderkesee - Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das war das Ziel, als der TSV Ganderkesee nach dem Einzug ins neue Sportlerheim am Immerweg im Jahr 2005 dort Fitness- und Gesundheitskurse einführte. Erstens wollte sich der Verein öffnen auch für Nichtmitglieder, zweitens schneller auf aktuelle Trends reagieren können. Mittlerweile hat sich das Kursangebot längst zu einem Standbein des TSV gemausert – mit vielen Hits und gelegentlich auch mal einem Flop.

Mit nicht einmal einer Handvoll Angebote habe der Verein 2005 losgelegt, erinnert sich Sabine Kügler-Lösekann, Trainerin sowie Leiterin der Gesundheitssportabteilung und auch der Turnabteilung des Vereins. Heute füllen die Kurse ein zwölfseitiges Heftchen, jeweils nach den Weihnachts- und nach den Sommerferien beginnen neue Angebote. Im Schnitt nähmen etwa 15 Frauen und Männer pro Kursus teil, sagt die Ganderkeseerin.

Nach wie vor greift der Verein aktuelle Trends auf – wie zum Beispiel Tabata. Das hochintensive Intervalltraining „erreicht alle großen Muskelgruppen“ – und werde mit seiner ganzheitlichen Ausrichtung von Sportwissenschaftlern wärmstens empfohlen. Was Sabine Kügler-Lösekann nicht verschweigt: Nach einer Stunde Tabata „ist man platt“. Das den ganzen Körper fordernde Fitness-Training sei für gesunde Menschen gedacht, die einen hohen Fitnesslevel erreichen wollen. Indes: „Obwohl Tabata in der nationalen Fitnessszene längst angekommen ist“, sei die Nachfrage in Ganderkesee bislang noch verhalten gewesen.

Anders ist das im Fitness-Bereich beim schweißtreibenden Bokwa – und vor allem beim Zumba, das, mit feurigen lateinamerikanischen Rhythmen kombiniert, auch ein Stück weit Lebensfreude ausdrücke. „Das hat sich fest etabliert.“ Auch Zumba sei ein Kalorien verbrennendes, Muskel formendes Ganzkörper-Training.

Während die Fitness-Angebote auf gesunde Menschen zugeschnitten sind, spricht der Gesundheitssportbereich auch Interessierte mit Beschwerden an. In diesem Bereich „gibt es viele Wiederholungstäter“, flachst Sabine Kügler-Lösekann. „Den Teilnehmern ist es wichtig, dass sie gut angeleitet werden.“

Oft seien die Angebote quasi Selbstläufer – wie etwa „Rücken fit“, „Rücken aktiv“ oder auch Pilates, eine ganzheitliche Trainingsmethode, „die zielt auf die Tiefenmuskulatur ab“. „Sehr gut“ laufe auch Yoga, dessen entspannende Übungen insbesondere Kraft, Flexibilität und Gleichgewicht trainieren.