Horumersiel/Helgoland - Die Hochseeeregatta „Pantaenius Rund Skagen“ endete für die Segelyacht „Truwen“ aus Horumersiel mit einem Sieg in der Gruppe ORCC Charlie. Das Boot der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) war einzige Teilnehmerin aus dem Jaderevier am legendären Rennen „Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Skipper Jens-Werner Hinrichs aus Jever am Schluss der Wettfahrt, die Pfingstmontag auf Helgoland gestartet war. „Truwen“ hatte vier Tage und zwei Stunden für die rund 500 Meilen lange Strecke benötigt.
Wenn Skagen ruft, dann scheint die Windverteilung von vorneherein klar und eindeutig: Nordsee rau, Ostsee mau. Die Pfingstwetterlage bestätigte diese Vermutung erneut. Dabei waren alle Beteiligten grundsätzlich froh, dass rechtzeitig zum Start vor Helgoland der Wind auf ein normales gutes Windmaß abgenommen hatte.
Mit Windstärke 4 und Böen noch bis 6 Beaufort aus Nordwest ging es für die Yachten hoch am Wind die jütländische Küste hoch nach Norden, durch einen relativ gleichmäßigen Seegang mit bis zu 2,50 Metern Wellenhöhe. Das war ein kraftvoller Einstieg in ein Rennen, das den Crews am meisten aufgrund der Kälte abverlangte.
Am zweiten Regattatag konnten sich die Segler über einen Linksdreher und damit zunehmenden Westwind freuen. Die Jammerbucht machte bei Windstärken um 7 bis 8 Bft. ihrem Namen alle Ehre. Aber es kam wie so oft: Skagen umrundet, drehte der Wind auf Süd. Das hieß kreuzen bis nahezu ins Ziel, wobei längere Flauten zu überstehen waren. „Am Eingang zum Großen Belt trieben wir lange in der Flaute“, sagte Co-Skipper Bernd Ihnken von der „Truwen“. Eine schöne Belohnung gab es am Schluss: Im Ziel in Strande war es frühsommerlich warm.
