Vechta - Eine grandiose Aufholjagd reichte Rasta Vechta nicht mehr, um die erste Heimniederlage in der Basketball Pro A-Liga zu verhindern. Mit 63:64 (17:25, 12:17, 19:10, 15:12) unterlag der Bundesliga-Absteiger dem Team aus Nürnberg.
Vechta konnte vor erneut ausverkauftem Haus nur neun Spieler aufbieten, da kurzfristig der erkrankte Chase Griffins ausfiel. Sowohl der Ausfall des Starting-Center Donlad Lawson als auch von Max Weber standen schon vorher fest. Beim Gastgeber ging zunächst alles gründlich daneben. Nürnberg führte nach knapp sieben Minuten 20:6. Allein Josh Young traf drei Dreier innerhalb kurzer Zeit. Immerhin brachte ein von Kevin Smit verwandelter Dreier Vechta zur Viertelpause auf 17:25 heran. Probleme bereiteten den Gastgebern Josh Young und Dan Oppland, die kräftig punkteten, während Vechta in der Offensive nur zwölf Punkte im zweiten Viertel verbuchte.
Die begeisternde Aufholjagd startete Vechta nach 27 Minuten, als Ahmad Smiths Dreier zum 42:52 den zwischenzeitlichen 15-Punkte-Rückstand schmelzen ließ. Bis zum letzten Viertel war beim 48:52 alles wieder offen. Und es kam noch besser, denn der Dreier von Fabian Franke zum 55:54 für Vechta (33.) riss nun alle Zuschauer von ihren Sitzen. Als Smit den nächsten Dreier zum 58:54 versenkt hatte, drohte das Dach des Rasta-Domes abzuheben. Als Amir Carraway 2:48 Minuten vor dem Ende zum 61:56 traf, schien die Wende perfekt zu werden. Doch die Gäste fingen sich. Braydon Hobbs glich 48 Sekunden vor Schluss per Dreier zum 63:63 aus. Weniger als eine Sekunde vor Ende passierte Carraway das Missgeschick des Abends, als er Stephan Haukohl foulte, und der Nürnberger zum 64:63 den Sieg sicherte.
Vechtas Trainer Stephen Arigbabu: „Der Rucksack, den wir uns zu Beginn des Spiels aufgesetzt haben, war einfach zu schwer. In der zweiten Hälfte haben wir dann so gespielt, wie ich es mir vorstelle. Man kann nicht sagen, dass wir unverdient verloren haben. Basketball ist eben ein Spiel mit Fehlern. Und diese haben wir in der ersten Hälfte zu häufig gemacht.“
