Cloppenburg - Gerade erst haben sie dem Spitzenreiter SG HC Bremen/Hastedt einen Punkt abgetrotzt, da steht für den Tabellendritten der Oberliga Nordsee schon die nächste Toppartie an: Die Handballer des TV Cloppenburg messen sich an diesem Samstag ab 19.30 Uhr zu Hause mit dem Tabellenvierten HSG Barnstorf/Diepholz. „Für mich war Barnstorf vor der Saison Titelfavorit Nummer eins“, macht TVC-Co-Trainer Torsten Landwehr klar, dass auf den Gastgeber eine weitere schwere Aufgabe wartet.

Die Cloppenburger wollen eine Serie fortsetzen, während die HSG versuchen wird, eine Serie gar nicht erst entstehen zu lassen. Schließlich hat der TVC alle bisherigen Heimspiele (5) gewonnen, während die Barnstorfer nach zwei Niederlagen im Falle einer weiteren Schlappe von einer Misserfolgs-Serie sprechen müssten.

„Barnstorf steht schon sehr unter Druck“, sagt Landwehr. „Eine Niederlage bei uns würde für sie wohl bedeuten, dass der Meisterschaftszug abgefahren ist.“ Dementsprechend hochmotivierte Gäste erwarten Landwehr und Coach Adrian Hoppe. „Sie werden alles versuchen, um uns in eigener Halle die ersten Punkte abzunehmen“, so der Co-Trainer.

Aber wie schwer das ist, haben ja schon fünf andere Teams in dieser Spielzeit gemerkt. „Wir freuen uns auf jedes Heimspiel. Das ist bei 500 Zuschauern im Rücken ja auch kein Wunder. Es ist, als ob wir in eigener Halle noch 20 Prozent mehr Leistung herausholen könnten“, freut sich Landwehr.

Und das wird wohl auch diesmal nötig sein, wenn die mit 11:9-Punkten vier Zähler weniger als der TVC aufweisende HSG zu Gast ist. Haben die Barnstorfer doch laut Landwehr ein Topteam. „Vor allem der Litauer Andrius Gervé am Kreis und der Pole Kamil Chylinski in der Rückraum-Mitte sind überragend.“

Aber auch die Cloppenburger, die weiter auf Mark Schulat verzichten müssen, haben in dieser Saison ja schon überragend gespielt. Zudem hat sich der vor Kurzem verpflichtete Rechtsaußen Ngadhnjim Xhafolli bereits zuletzt in Bremen als tolle Verstärkung präsentiert. Den langen Weg aus Leipzig, wo er im Nachrückverfahren einen Medizinstudium-Platz bekommen hat, reist Julius Becker an. Und diese Reise wird er sicher nicht auf sich nehmen, um seinen Kommilitonen anschließend von der ersten Heimniederlage der Saison erzählen zu müssen . . .

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)