Blexersande - Jugendliche erlebnisorientiert an den Kanusport heranführen und dabei auch auf Natur- und Umweltschutz hinweisen – das möchte der Wassersportverein Nordenham (WSV) mit einem neuen Angebot für Schüler erreichen. 

Den ersten Kontakt haben die Jugendwarte Martin Ostendorf und Kay Schiwy in der Haupt- und Realschule am Luisenhof hergestellt. „Die Resonanz war dort groß. Wir mussten eine Warteliste schreiben. Die Gruppengröße ist auf neun Schüler begrenzt“, berichtet Martin Ostendorf und fügt hinzu: „Wir haben auch schon von anderen Nordenhamer Schulen gehört, dass Interesse besteht.“

Am Dienstagnachmittag lernten die neun Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahren, die der ersten Gruppe angehören, im Seenpark in Blexersande die Boote kennen. Zudem absolvierten sie mit den Jugendwarten und weiteren Wassersportlern des WSV erste praktische Übungen.

Vorausgegangen war ein Theorietag in der Schule und im Hallenbad Nord. Bald werden Kanufahrten auf der Weser sowie eine Tour auf dem Binnengewässer Lune bei Bremerhaven folgen. „Vielleicht bekommen wir auf der Weser auch einen Seehund oder einen Schweinswal zu sehen“, sagt Martin Ostendorf.

Bei den Schülern solle ebenso Interesse am Schutz der von vielen Wasserwegen geprägten Landschaft der Wesermarsch geweckt werden, sagt Kay Schiwy. „Kanusport kann als Einzel- oder Mannschaftssport betrieben werden. Auf jeden Fall stehen Sport- und auch Naturerlebnis im Vordergrund.“

Der Wassersportverein Nordenham möchte mit dem neuen Angebot zudem Schüler mit besonderen Förderbedarfen und sozial benachteiligte Schüler ansprechen.

Die Schüler lernen unter anderem sicheres Aussteigen aus einem Kajak nach einem Kentern und wie sie längere Strecken bewältigen können.

Das Projekt wird mit 3000 Euro aus Erträgen der Glückspfennig-Aktion des Nordenhamer Werkes des Flugzeugteile-Herstellers Premium Aerotec gefördert. Mitarbeiter spenden für die Aktion die Cent-Beträge ihrer Lohnabrechnungen.