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NWZonline.de Sport

Bob-Dominator Friedrich heiß auf den WM-Rekord

25.02.2019

Calgary (dpa) - Die Weltcup-Saison kam einer Machtdemonstration gleich, nun will Francesco Friedrich den Uralt-Rekord von Eugenio Monti bei der Bob-WM angreifen.

"Es gibt einige Ziele, die wir noch erreichen wollen, die bisher niemand in diesem Sport geschafft hat", sagte der Olympiasieger, der in Calgary nach dem Zweierbob auch erstmals in seiner Karriere den Viererbob-Gesamtweltcup gewann.

Monti fuhr von 1957 bis 1961 fünf Zweierbob-WM-Titel in Serie ein und gewann dann 1963 und drei Jahre später noch einmal. Die unglaubliche Serie von fünf Titeln hintereinander könnte Friedrich am Wochenende mit einem Sieg auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler einstellen. "Wir müssen gewinnen, um gleichzuziehen. Dann bei der WM 2020 in Altenberg auf meiner Heimbahn, eine halbe Stunde von meinem Zuhause entfernt, will ich den sechsten Coup landen, damit ich den Rekord für mich allein in Anspruch nehmen kann", betonte Friedrich. Das beeindruckt auch Teamkollege Johannes Lochner: "Die Olympiasiege haben ihm ein gewisse Lockerheit gegeben, das merkt man in den Rennen."

Gerade im Zweierbob fuhr der 28-Jährige in dieser Saison in einer eigenen Liga, gewann als erster Pilot alle acht Weltcups. Der Triumph war nicht gar so einfach, stand nach seinem Sieg in Calgary schließlich aber fest. Damit gewann Friedrich alle drei Kristallkugeln in diesem Winter. Cheftrainer René Spies bleibt aber vorsichtig und warnt seinen Vorzeigepiloten. "Für mich bleibt Justin Kripps der Topfavorit", sagte Spies und sieht den in Pyeongchang mit Friedrich zeitgleichen Zweierbob-Olympiasieger aus Kanada auf dessen Heimbahn in einer Sonderstellung.

Mut macht Spies jedoch das sensationelle Wochenende in Calgary. "Es war auch ein Fingerzeig, dass wir hier mit allen drei Viererbobs Justin Kripps auf seiner zweiten Heimbahn schlagen konnten", sagte Spies zum deutschen Dreifacherfolg in der Königsklasse, den am Sonntag (Ortszeit) der Olympia-Zweite Nico Walther vor Lochner absicherte.

Doppel-Olympiasieger Friedrich gibt sich betont locker vor dem Saisonhöhepunkt. "Das Wichtigste war heute, dass nichts passiert ist, wir unbeschadet mit Material und Besatzung in die letzten Rennen der Weltmeisterschaft reingehen können. Wir sind sehr entspannt, sehr zufrieden, jetzt können wir die Seele und die Körper baumeln lassen", meinte der Doppel-Weltmeister, der das Ziel der Titelverteidigung klar im Visier hat.

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