Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gerätturnen Nachwuchs heimst viele Medaillen ein

Schortens - 36 weibliche Nachwuchstalente aus dem Turnkreis Friesland haben am Wochenende eindrucksvoll ihr Können bei den Kreismeisterschaften gezeigt. An den Titelkämpfen in der Turnhalle des TuS Oestringen nahmen Turnerinnen aus den Vereinen TuS Glarum, TuS Sillenstede und TuS Sande teil.

Freude über TuS Sande

„Ich hatte mit mehr Beteiligung gerechnet, aber umso größer ist meine Freude über die Teilnahme des TuS Sande, der nach vielen Jahren der Abstinenz nun wieder dabei ist“, sagte Reinhard Milter, verantwortlicher Fachwart für das Gerätturnen. Der Wettkampf bot den Athletinnen im Alter von sieben bis 18 Jahren nicht nur die Möglichkeit, sich den Kreismeistertitel zu holen, sondern zudem die Chance, sich für die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften zu qualifizieren – sofern sie in einer für die Qualifikation vorgesehenen Wettkampfklasse (KE = Kreisentscheid) antraten.

Geturnt wurde – in die jeweiligen Altersstufen eingeteilt – ein Gerätevierkampf in den Standarddisziplinen der Frauen: Reck/Stufenbarren, Boden, Schwebebalken und Sprung. Der Wettkampf fand in zwei Wertungskategorien statt, in der Kategorie Kreisfinale (KF) und der Kategorie Kreisentscheid (KE). In den Finalwettkämpfen wurden in den jeweiligen Wettkampfklassen die Kreismeisterinnen gekürt. Im Pflichtbereich (P4 bis P7) hatten in diesem Jahr die Sillensteder Turnerinnen die Nase vorn. Sie holten alleine vier Kreismeisterinnentitel nach Hause.

So erhielten in Oestringen in der Pflicht Raja Schroeder, ihre Schwester Amy Schroeder und Kyara Brandt (alle P4) sowie Maria Strübing (P5) die begehrten Pokale. Weitere Kreismeisterinnen wurden Daria Senff (TuS Sande/P 7) und Brigit Zumdick (TuS Glarum/P 5). „Aber auch die Zweit- und Drittplatzierten müssen sich mit ihren gezeigten Leistungen nicht verstecken. Die Entscheidungen waren äußerst eng. Manchmal lagen nur wenige Zehntel dazwischen“, betonte Milter.

In der Kür konnten sich Lena Merkel (TuS Glarum) und Xenia Schundelmeier (TuS Glarum/beide KM 4) gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen. „Dabei gab es einen lange nicht dagewesenen Kampf der Geschwister“, berichtete der Kreisfachwart. Lena und Hanna Merkel turnten entgegen der üblichen Gepflogenheiten in einer Wettkampfklasse gegeneinander und schenkten sich nichts. Am Ende musste sich die ältere Hanna mit einem Punkterückstand von nur drei Zehntel ihrer jüngeren Schwester Lena geschlagen geben. Nach dem Stufenbarren hatte Hanna noch die Nase vorn gehabt. „Doch am Boden gelang es Lena, mit einer Gänsehaut-Kür und akrobatischen Zutaten die Kampfrichterinnen zu überzeugen. Alles in allem war es toll mit anzusehen“, freute sich Milter.

Milter lobt Niveau

Im Entscheidbereich konnten sich acht Turnerinnen aus drei Vereinen die begehrte Fahrkarte erturnen. „Alle Starterinnen haben Leistungen mit Niveau abgeliefert“, so Milter. In den Pflichtstufen 5 und 6 zeigten sie saubere Übungen und gute Sprünge über den Sprungtisch.

Im Kürbereich der Stufe 3 konnten die Zuschauer in der TuS-Turnhalle einen spannenden Zweikampf zwischen Tasja Jürgens und Jana Vollmer (beide TuS Sillenstede) verfolgen. Beide erreichten am Ende gleiche Punktzahlen und bekamen dafür verdient Gold. Auch in der Pflicht des Wahlwettkampfes P 7 bis P 9 erreichten die beiden Starterinnen Melina Hoyer und Kira Oelschläger (TuS Sande) die selbe Wertung.

So dürfen nun Tasja Jürgens, Jana Vollmer, Ines Pannbacker, Eske Hanau, Ylva Conerus und Meira Rau (alle TuS Sillenstede) sowie Melina Hoyer und Kira Oelschläger (beide TuS Sande) im Herbst zum Bezirksfinale reisen, um dort ihre Vereine, aber letztlich auch den Turnkreis Friesland, auf Bezirksebene zu vertreten. Bis dahin bleibt noch Zeit, den Trainingsstand gegenüber der starken Konkurrenz zu optimieren. Milter: „Wir werden wohl noch in den Ferien den Trainingsstand überprüfen und mit dem Aufbau des Leistungslevels beginnen.“

Für die Bewertung waren zehn Kampfrichter im Einsatz, die die Leistungen gerecht und fair bewerteten. Für alle Turnerinnen hat sich das anstrengende Training ausgezahlt. Und so konnte Frieslands Oberturnwartin Helga Ziergiebel bei der Siegerehrung nur in fröhliche Gesichter sehen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake