Oldenburg - Ihren Torhunger gestillt haben die drei Nachwuchsteams des VfL in ihren Oberliga-Heimspielen am vergangenen Wochenende. Die A- und B-Juniorinnen stiegen jeweils mit einem Kantersieg in die Hauptrunde ein, während die weibliche C-Jugend durch ihren vierten Sieg im fünften Spiel in der Nord-Staffel ihren Weg in Richtung Final-Six-Turnier der sechs besten Mannschaften Niedersachsens unbeirrt fortsetzte.
Den Anfang machten am Heimspiel-Wochenende die von Silke Prante und ihrer Tochter Lisa gecoachten B-Juniorinnen. Gegen den TSV Burgdorf aus der Region Hannover stand am Ende ein ungefährdetes 32:16 (17:8) auf der Anzeigetafel. „Es macht Riesenspaß, mit der Mannschaft zu arbeiten – und wir wissen, dass wir noch eine Schippe drauflegen können“, verteilte Silke Prante ein Lob an ihre Spielerinnen, die einige Ausfälle im Kader hervorragend zu kompensieren wussten.
Besonders freute die Trainerinnen die Rückkehr von Marie Steffen, die nach überstandener Rückenverletzung schnell zu alter Form zurückfand. Ihr nächstes Spiel bestreiten die B-Juniorinnen in zwei Wochen bei der HSG Badenstedt. „Auch dort wollen die Mädchen wieder Vollgas geben“, versicherte Silke Prante.
Noch deutlicher fiel der erste Sieg der A-Jugend tags darauf in ihrer Oberliga-Hauptrunde aus. Die Auswahl von Trainer Torsten Feickert ließ den Gästen von der TSG Burg Gretesch beim 40:16 (17:4) nicht den Hauch einer Chance. Allein Lisa Genz erzielte acht Tore und war damit erfolgreichste Werferin der Partie.
„Das war sehr deutlich, ich hatte den Gegner stärker eingeschätzt“, überlegte Feickert und erklärte: „Das Ergebnis ist aber auch nicht so wichtig.“ Das Ziel sei aber, am Saisonende „mindestens“ den vierten Platz zu erreichen, um damit die Qualifikation für die nächste Bundesliga-Saison sicher zu haben.
Dennoch habe das Spiel die „Lust auf mehr“ bei ihm und seiner Mannschaft entfacht, sagte Coach Feickert. Als nächstes gastiert der jetzt zweitplatzierte VfL an diesem Sonntag um 15 Uhr beim direkten Verfolger Werder Bremen. „Mal sehen, was da zu holen ist“, sagte der Trainer, dessen Hauptaugenmerk aber erst einmal auf der am Samstag (16.30 Uhr, Sporthalle Rebenstraße) anstehenden Heimpartie in der Jugendhandball-Bundesliga liegt.
Dann empfängt das Team im zweiten von drei Spielen in der Zwischenrunden-Gruppe B den ebenfalls mit einem Sieg gestarteten Primus VfL Bad Schwartau. Dieser bezwang vor Weihnachten GW Schwerin 31:20. Die Oldenburgerinnen gewannen beim TSV Ismaning 28:21 und wollen nun den nächsten Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Die jeweils zwei besten Teams der vier Gruppen erreichen die nächste Runde.
Ebenfalls am vergangenen Sonntag waren die C-Juniorinnen des VfL im Einsatz. Mit einem 29:19 (16:10) gegen den SC Ihrhove stockten sie ihr Konto auf 8:2 Punkte auf und blieben damit Spitzenreiter TV Cloppenburg (8:0) dicht auf den Fersen.
Dennoch war Trainerin Christine Helms nicht vollends mit der gezeigten Leistung zufrieden. „Man sieht einerseits sehr gute Aktionen – in einigen Bereichen haben wir einen großen Schritt gemacht. Andererseits erkennt man auch Defizite – daran müssen wir arbeiten“, forderte Helms noch eine Steigerung und mehr Konzentration von ihrem Team.
„Die zwei Punkte waren aber wichtig, um Platz zwei zu festigen“, meinte die Trainerin. Ihre Mannschaft hat nun drei Wochen spielfrei. Das eigentlich für diesen Samstag geplante Spitzenduell mit Primus Cloppenburg wurde verschoben. Ein neues Datum wurde noch nicht festgelegt.
Das nächste Spiel der C-Jugend bei der HG Jever/Schortens steht erst für den 18. Februar auf dem Plan. Die Zeit werden die VfL-Talente aber nutzen, um an ihrer Form zu arbeiten. „Wir haben weiterhin volles Programm und sind gut im Training“, sagte Helms.
