Berne - „Tillmann ist bestimmt der Erste, der kentert“, wurde am Ollenufer gewettet. Aber das Umkippen mit dem Boot war nicht schlimm, denn wasserscheu darf man beim Kanupolo keinesfalls sein. Das wussten auch die Teilnehmer der Ferienspaßaktion der Kanupolo-Abteilung des TuS Warfleth. Die meisten der Kinder waren, so wie Tillmann, schließlich nicht zum ersten Mal dabei.

Doch bevor die Kinder in die Boote steigen durften, gab es erst einmal Aufwärmübungen auf dem Trockenen. Tillmann war dann tatsächlich der erste Kenterer, der ans Ufer schwimmen musste, um sein Kanu zu entleeren und es wieder zu besteigen. Kaum saß er im Boot, landete auch schon das nächste Kind im Wasser. Egal, ob freiwillig oder nicht, nass wurden an diesem sommerlichen Nachmittag alle 15 Teilnehmer.

„Schwimmen können ist Pflicht. Im Wasser müssen die Kinder dann erst einmal lernen, geradeaus zu fahren. Das ist gar nicht so einfach“, erklärte Jugendtrainer Felix Lawrentz, der erstmals die alljährlich stattfindende Aktion organisierte. Viele seiner Mannschaftskameraden standen ihm tatkräftig zur Seite. Der Jugendtrainer hofft, dass er den einen oder anderen in seine Mannschaft locken kann, die sich derzeit im Aufbau befindet.

Bis zum 16. Lebensjahr darf in gemischten Mannschaften gespielt werden. „Nur ein Mädchen gehört momentan dazu. Es wäre schön, mehr weibliche Spielerinnen zu gewinnen“, hoffte auch Catrin Packheiser, die früher in der inzwischen aufgelösten Frauenmannschaft spielte.

Sebastian Petershagen begeistert sich schon seit der zweiten Klasse für den Sport und hatte zunächst mit der einen Hälfte der Kinder erste Paddelübungen unternommen. Bei Spielen, wie „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ oder „Zehnerball“ wurden Wendigkeit, Geschwindigkeit und Gleichgewicht trainiert. Am Ende des Trainings gab es dann, zur Sicherheit mit Helmen ausgestattet, die ersten Spielversuche. Mit Bratwurst vom Grill ließen alle Teilnehmer den Tag gemütlich ausklingen.

Gerne würde Felix Lawrentz mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr neue Kinder zwischen neun und zwölf Jahren in seiner Anfängergruppe begrüßen, die schwimmen können. Trainiert wird auch in den Ferien.