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NWZonline.de Sport

Nationalspieler fiebern Löws Anruf entgegen

08.05.2014

Frankfurt Die Handys sind auf Empfang. Angespannt wird Deutschlands Kicker-Elite vor der Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders einem Anruf des Bundestrainers entgegenfiebern. „Die WM in Brasilien ist ein einmaliges Erlebnis. Da will jeder dabei sein“, berichtete der Dortmunder Marco Reus, der zu den rund 20 Nationalspielern wie Kapitän Philipp Lahm oder Spielmacher Mesut Özil zählt, die keine Schreckensbotschaft befürchten müssen.

Joachim Löw wäre aber nicht Joachim Löw, wenn er nicht auch vor seinem vierten großen Turnier als Chefcoach mit Überraschungen aufwarten würde. Wenn der 54-Jährige an diesem Donnerstag (12.30 Uhr) in der DFB-Zen-trale das Geheimnis um die bis zu 30 Namen auf seiner vorläufigen WM-Liste lüften wird, hat er „die schwerste Aufgabe“ schon hinter sich – Telefonate mit gestrichenen Akteuren. „Das sind natürlich auch Momente, die mir nahe gehen“, weiß der Bundestrainer von früheren Turnieren.

Über die größten Härtefälle und größten Fragezeichen für Brasilien wie die in der WM-Saison lange oder andauernd verletzten Sami Khedira, Miroslav Klose oder auch Mario Gomez wird Löw aber wohl erst am Ende des Trainingslagers in Südtirol (21. bis 31. Mai) abschließend entscheiden. René Adler, Benedikt Höwedes, Marcell Jansen, Sven Bender – die Liste der Streichkandidaten ohne Form und/oder Fitness ist trotzdem lang.

Erwartet wird auch, dass Löw wie bei früheren Turnieren mit aufstrebenden Talenten wie Marko Marin 2008 oder Julian Draxler 2012 wieder für Aufbruchstimmung im Kader sorgt. Der Schalker Max Meyer (18) oder der Hoffenheimer Kevin Volland (21) werden diesmal als mögliche Überraschungen gehandelt.

Zumal Löw am Donnerstag viele Namen nennen muss, da er im ersten von drei WM-Testspielen an diesem Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) in Hamburg gegen Polen ohne das Gros seiner vorgesehenen Brasilien-Fahrer antreten muss. Die Akteure von Bayern München und Borussia Dortmund fehlen wegen des Pokalendspiels am 17. Mai in Berlin. Auch im Ausland beschäftigte Fixkräfte wie das Arsenal-Trio Per Mertesacker, Özil und Lukas Podolski stehen erst zum Trainingslager zur Verfügung.

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