NEERSTEDT - Sven Lakenmacher ließ Vorsicht walten. „Als Aufsteiger heißt das Ziel natürlich Klassenerhalt“, sagte der 38-jährige Spielertrainer des Handball-Regionalligisten HF Spring vor dem ersten Saisonspiel. „Wir müssen sechs Mannschaften hinter uns lassen. Alle höheren Ziele sind vermessen“, fügte der 53-fache deutsche Nationalspieler hinzu, der unter anderem für den SC Magdeburg, den TV Großwallstadt, Portland San Antonio (Spanien) und zuletzt für Eintracht Hildesheim aktiv war. Am Sonnabend, 19.30 Uhr, gastiert Lakenmacher, der für diese Partie gesperrt ist, mit seiner Mannschaft beim TV Neerstedt.
Die Erwartungen an das HF-Team waren höher. Manager Dennis Melching erklärte einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zum Saisonziel. „Hinter den Favoriten aus Barnstorf-Diepholz und Münden möchten wir uns einreihen“, erklärte er. Dass die Handballfreunde zu den Anwärtern auf einen Spitzenplatz gezählt wurden, liegt an dem gut besetzten Kader. Außer Linksaußen Lakenmacher sammelte auch der zwei Meter lange Rückraumspieler Wjatscheslaw Gorpishin internationale Erfahrung. Und zwar jede Menge. 270-mal kam der 40-Jährige in der russischen Nationalmannschaft zum Einsatz, gewann mit ihr 1992 in Barcelona und 2000 in Sidney Olympisches Gold. 2004 kam in Sidney noch eine Bronzemedaille dazu. Er wechselte wie Lakenmacher 2008 vom Zweitligisten Hildesheim nach Springe. Souverän gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Vor der ersten Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse wurde das Team weiter verstärkt. Vom Bundesliga-Aufsteiger TSV Burgdorf kam Rückraumspieler Daniel Deutsch, aus
Hildesheim Torwart Andreas Stange und vom West-Regionalligisten TuS Spenge Torjäger Milan Djuric.
Inzwischen ist in Springe Ernüchterung eingekehrt. Nach fünf Spielen, nach denen das Team mit 3:7 Punkten als Zehnter in der Tabelle direkt vor dem TVN steht, ist der Nicht-Abstieg zum alleinigen Saisonziel erklärt worden. Am Sonnabend trennten sich die HF Springe vom VfL Fredenbeck mit einem 25:25.
