NEERSTEDT - Die Gäste gelten als erfahrenes und abwehrstarkes Team. Neerstedt kann im Heimspiel trotzdem unbefreit aufspielen.

von wolfgang grave

NEERSTEDT - Thomas Meier, seines Zeichens Betreuer der Oberliga-Handballer des TV Neerstedt, blickt dem sonnabendlichen Heimspiel gegen die SG Bremen-Ost (19.30 Uhr in Brettorf) extrem entspannt entgegen. „Wir sind Aufsteiger, wahrscheinlich schon aller Sorgen ledig und müssen uns gar nichts mehr beweisen“, sagt er und nimmt damit all denjenigen den Wind aus den Segeln, die vom TVN jetzt den Sprung auf Platz drei in der Endabrechnung fordern.

Denn dazu gehöre gerade angesichts des schweren Restprogramms auch „eine gehörige Portion Glück“, dämpft er alle zu hoch geschraubten Erwartungshaltungen vehement. Gleichwohl hat auch er schon Lunte gerochen. Das erste Oberliga-Jahr eventuell im oberen Drittel zu beenden, ist halt zu verlockend. Wenn also Platz drei oder vier herausspringe, „sagen wir auch nicht nein“. Um sich aber zunächst einmal oben festzusetzen, müsse die Mannschaft morgen gewinnen. Aber was heißt schon „müssen“? Die Chancen gegen Bremen-Ost stünden „50:50“, so Meier. Verglichen mit dem Neerstedter Team, verfügten die Gäste über eine „absolut routinierte und erfahrene Mannschaft“. Spieler wie Thomas Krenke, Thomas Panitz, Lars Müller-Dormann und Torwart Marco Blum besäßen allesamt Regionalliga- oder Zweitliga-Erfahrung. Gerade die Deckung der Gäste – „ein kaum zu durchbrechendes Bollwerk“ – nötigt Meier jede Menge Respekt ab, obgleich der TVN im Hinspiel klar siegte (29:25).

Unterdessen nimmt der Neerstedter Kader für die kommende Saison Konturen an. Bis auf Thomas Goldberg, der aus beruflichen Gründen den Verein wohl verlassen wird, haben alle Spieler der jetzigen Mannschaft laut Thomas Meier ihre Zusage bereits gegeben. Gesucht wird noch ein Spieler, der die Lücke im rechten Rückraum ausfüllt.