Neerstedt - Die Generalprobe für die nächsten Liga-Spiele in der Handball-Verbandsliga der Männer ist für den TV Neerstedt völlig danebengegangen, denn in der zweiten HVN/BHV-Pokalrunde in heimischer Halle hat der TVN eine herbe 18:32 Schlappe gegen den Oberligisten SG Achim/Baden kassiert. Den Hauptgrund für diese klare Niederlage hatte Coach Björn Wolken schnell gefunden: „Wir haben in keiner Phase des Spiels die richtige Einstellung zum Gegner gefunden, so dass wir schnell deutlich zurücklagen und uns davon eigentlich nie erholen konnten.“
So gab dem Coach besonders die Spielweise der Hausherren zu denken, denn in der ersten Hälfte lief kaum einmal etwas richtig gut zusammen. Im Angriff gaben die Spieler wiederholt die Verantwortung an den Nebenmann ab, kaum einmal konnten sich die Neerstedter Angreifer gegen die schnelle und bissige Deckung der Gäste durchsetzen. Zudem fehlten die Ideen. mit denen man hätte die SG-Abwehr überwinden können. So kassierte die Wolken-Sieben nach Ballverlusten im Spielaufbau und Abschlussschwächen allein zwölf einfache Kontertore. So vergab der Neerstedter Coach auch nur eine Bestnote, denn Keeper Kevin Pecht zeigte fast als einziger durchgehend die richtige Einstellung in dieser Partien.
Das Spiel blieb nur wenige Minuten in der Anfangsphase ausgeglichen, denn nach dem 4:6 durch Erik Hübner schienen die Zuschauer noch an ihre Mannschaft zu glauben. Doch schon in den nächsten Minuten waren die Gastgeber deutlich unterlegen, denn kaum ein Angriff ergab eine Torchance und so blieb Neerstedt insgesamt vorentscheidende siebzehn Minuten ohne einen weiteren Torerfolg. Achim/Baden kam über einfache und schnelle Konter fast locker zu weiteren Toren und baute den Abstand so auf 4:13 (22.) aus. Allein SG-Angreifer Kevin Podien erzielte so insgesamt zwölf Treffer. Nach dem Seitenwechsel schien es dann kurzzeitig besser zu laufen, doch waren es erneut einfache Fehler im Spielaufbau, die nach dem 10:17 durch Kreisläufer Philipp Hollmann eine weitere Aufholjagd wieder ausbremsten. Der Oberligist ließ den Verbandsligisten zwar zwanzig Minuten mitspielen, doch durch die einfachen Fehler kamen die Hausherren einfach nicht näher heran. So drehte die SG in der Schlussphase noch einmal auf und kam am Ende zu einem Kantersieg, der den Neerstedter Coach fast sprachlos machte: „Wo waren die Jungs nur mit ihren Gedanken?
