NEERSTEDT - Die Pause war kurz. An diesem Dienstag steht für die Regionalliga-Handballer des TV Neerstedt das nächste Heimspiel an. Ab 20 Uhr haben sie den Tabellenfünften, den OHV Aurich, in ihrer Halle am Sportplatz zu Gast. Dass seinen Spielern die intensive, aber erfolgreiche Partie gegen die HSG Barnstorf/Diepholz (28:27) vom Freitagabend noch in den Knochen steckt, glaubt TVN-Trainer Dag Rieken aber nicht. „Darüber mache ich mir keine Sorgen“, bestätigte er. „Wir haben in der spielfreien Zeit im Januar, aber auch am Ende des vergangenen Jahres gut gearbeitet.“
Das Kräftemessen mit der HSG haben die Neerstedter zwar mit kleineren Blessuren verlassen, diese dürften allerdings nicht so schwer sein, dass einer der Akteure in der Partie gegen den OHV nicht mitwirken kann. Damit bleibt Tobias Schenk (Syndesmoseband) der einzige TVN-Spieler, der fehlen wird.
Rieken hat mit seiner Mannschaft am Montag noch einmal trainiert. „Eine lockere, taktische Einheit“, sagte er über das Programm. „Es ging darum, die Stimmung positiv zu halten, aber auch die nötige Anspannung aufzubauen.“ Schließlich steht sein Team wieder vor einer schweren Aufgabe, für die der Erfolg vom Freitag keine Rolle mehr spielt. „Wir fangen wieder bei Null an“, sagt Rieken.
Den Aurichern wäre eine längere Pause zum Regenerieren vor dem Auftritt in Neerstedt vermutlich lieber gewesen. Vier Spieler gingen am Sonnabend grippegeschwächt in die Partie beim HCE Halle; der erstligaerfahrene Spielertrainer Dusko Bilanovic kam wegen einer Adduktorenzerrung nur zu Kurzeinsätzen. Oliver Arends (Bandscheibenprobleme) und Tim Jost (Nasenbeinbruch) waren gar nicht dabei und fallen noch länger aus. Der OHV war in Halle chancenlos (28:37). In Neerstedt wird der Kader des Zweitliga-Absteigers größer sein. Mit dabei ist in Renke de Buhr ein talentierter Nachwuchsspieler aus dem Verbandsliga-Team, das auch weitere Akteure abstellen könnte.
Der OHV, der in Jens Lievens einen belgischen Nationaltorwart aufbietet, spielt trotz der Niederlage eine starke Saison. Er war mehrfach Tabellenführer und weist nur zwei Minuspunkte mehr auf als der aktuelle Spitzenreiter HC Aschersleben. Die Auricher haben aber drei Partien weniger ausgetragen als das Team aus Sachsen-Anhalt.
