Neerstedt - Nachdem die Handballerinnen des TV Neerstedt in der vergangenen Saison schon intensiv um den Klassenerhalt in der Oberliga kämpfen mussten, ahnte das Trainer-Duo Maik Haverkamp/Michael Kolpack bereits, dass die nächste Saison weitaus schwieriger werden würde. Und ihre Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Nach zwölf Spielen liegt Neerstedt sieg- und auch fast aussichtslos am Tabellenende.
Dabei verlief die Vorbereitung auf die neue Saison noch zufriedenstellend, obwohl mit Fenna van Dreumel, Talea Lösekann, Celina Struß und A-Jugend-Spielerin Leonie Voigt vier Akteurinnen neu zur Mannschaft gestoßen waren. Doch schon zu Saisonbeginn zeigte sich in den ersten Begegnungen, dass die Mannschaft spielerisch noch nicht zusammengewachsen war. In manchen Partien gab es erhebliche Mängel im Spielaufbau. So steht das Team nun mit dem Rücken zur Wand, denn obwohl es in einigen Spielen auch Lichtblicke gab, endeten alle Partien mit Niederlagen. Mit 0:24 Punkten steht Neerstedt als Träger der Roten Laterne auf Rang 14.
Stets verbessert
Die Neerstedterinnen gehen damit aber ehrlich um, denn die bisher gezeigten Leistungen reichten für die Oberliga einfach nicht aus. Trotzdem ist das Team fast immer komplett und recht fleißig beim Training und versucht, sowohl im Angriff als auch in der Defensive die Leistungen kontinuierlich zu verbessern. So hofft Haverkamp auf Besserung: „Wir konnten die Abgänge vor Saisonbeginn nicht vollständig ausgleichen, doch arbeiten alle Spielerinnen sehr konzentriert im Training mit und ich hoffe, dass sich das in den nächsten Begegnungen auch positiv niederschlägt.“
Besonders für die beiden Trainer werden sich die Spielerinnen in der Rückrunde noch mehr als sonst reinhängen. Haverkamp und Kolpack geben ihre Trainerposten zum Saisonende ab – der Klassenerhalt als Abschiedsgeschenk wäre da natürlich wünschenswert. Ab Sommer übernimmt dann Cordula Schröder-Brockshus, die derzeit die zweite Mannschaft in der Regionsoberliga trainiert, das Team.
„Es wäre schön, wenn die Mädels bald das erste Erfolgserlebnis einheimsen könnten, denn das würde der Mannschaft einen weiteren Schub geben,“ sieht Haverkamp der Rückrunde gespannt und trotz der Gesamtsituation auch optimistisch entgegen.
Auftakt gegen Bremen
Diese beginnt für die Neerstedter Frauen an diesem Samstag (19.30 Uhr) gegen den Tabellendritten SV Werder Bremen II. An der Seitenlinie gibt dann schon Cordula Schröder-Brockshus die Anweisungen – allerdings vertritt sie nur die im Urlaub weilenden Trainer. Im Hinspiel konnten die Landkreislerinnen 50 Minuten lang die Partie offen gestalten, ehe die Kraft ausging. Nun wird die Neerstedter Trainerin das Hauptaugenmerk auf eine starke Deckung legen, die den Angriffswirbel um Bremens Goalgetterinnen Katrin Friedrich und Nina Engel möglichst frühzeitig bremsen soll. In der Offensive gilt es, die technischen Fehler im Spielaufbau zu minimieren.
Hinter dem Einsatz der angeschlagenen Talea Lösekann sowie der erkrankten Agnieszka Blacha steht noch ein großen Fragezeichen, doch hofft Schröder-Brockshus auf den Einsatz der beiden wichtigen Spielerinnen. Auf jeden Fall werden auch A-Jugendliche im Aufgebot stehen, um mehr Wechselalternativen auf der Bank zu haben.
