Neerstedt - Trotz einer engagierten Leistung musste sich der TV Neerstedt in der Handball-Oberliga der Frauen gegen den Tabellenzweiten VfL Stade mit 22:27 (10:17) geschlagen geben. Die Leistung, die seine Mannschaft am Sonntagnachmittag in heimischer Halle gegen den Favoriten bot, stellte TVN-Trainer Maik Haverkamp trotzdem größtenteils zufrieden: „Wir haben uns nicht wie im Hinspiel fast abschießen lassen, sondern haben gegenhalten. Phasenweise konnten wir Stade unter Druck setzen. Wenn wir im Angriff etwas mutiger gewesen wären, hätte es sogar noch besser aussehen können“, resümierte der Coach.

Bis zum 6:6 (13.) durch Wiebke Kieler nutzte die Haverkamp-Sieben ihre Chancen im Angriff konsequent und gestaltete das Spiel auf Augenhöhe. Dann aber leisteten sich die Gastgeberinnen im Spielaufbau und auch im Abschluss einige einfache Fehler, die Stade sofort nutzte und sich so auf 12:7 (18. Minute) absetze. Auch im weiteren Verlauf der Begegnung nutzte Stade jede kleine Schwäche der Neerstedterinnen und lag zur Pause bereits mit sieben Toren vorn.

Zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Neerstedterinnen wieder konzentriert im Spiel, doch nach einer Hinausstellung von Stefanie Hanuschek wurde der Rückstand von 10:19 über 13:23 immer größer. Trotzdem gab Neerstedt nie auf, und nachdem Torhüterin Sina Huntemann innerhalb kurzer Zeit zwei Strafwürfe bravourös pariert hatte, kämpfte sich das Team ins Spiel zurück. Dabei nutzte die heimische Abwehr nun die Fehler im Stader Spielaufbau und schaltete schnell in die Offensive um. Mit sehenswerten vier Treffern über Konter, vom Kreis durch Delia Mathieu sowie von der rechten Außenbahn durch Kirsten Kurok kam Neerstedt bis auf 17:23 heran. Doch in den letzten zehn Minuten ließ der TVN wiederholt beste Chancen liegen, und das verhinderte eine weitere Aufholjagd.

„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie eigentlich gut mithalten kann“, resümierten Haverkamp und sein Co-Trainer Michael Kolpack. „Die kleinen Aussetzer gerade bei freien Würfen müssen wir abstellen. Doch können wir auf diese mannschaftlich geschlossene Leistung aufbauen und werden uns nun entsprechend intensiv auf den nächsten Gegner vorbereiten.“