Neerstedt - Doppel-Heimspiel für die Handballer des TV Neerstedt: Zunächst laufen am Samstagnachmittag die Frauen des TVN zum Oberligaduell in der heimischen Sporthalle Am Sportplatz auf. Am Abend präsentieren sich die Neerstedter Männer der Verbandsliga dem heimischen Publikum.

Frauen-Oberliga: TV Neerstedt - SG Friedrichsfehn/Petersfehn (Samstag, 17.15 Uhr). Die nächste schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe wartet auf den TV Neerstedt um das Trainergespann Maik Haverkamp/Michael Kolpack. Die SG hat nach zwei Auftaktniederlagen gegen Vechta und Werder Bremen II nun wohl in die richtige Spur gefunden: Mit dem Auswärtserfolg bei der HSG Hude/Falkenburg und dem Kantersieg gegen Schüttorf festigte das Team den Mittelfeldplatz mit der Tendenz nach oben. Die Ammerländerinnen verfügen über eine schnelle und bissige 6-0-Deckung, die dem Neerstedter Angriff wohl einiges abverlangen wird. Kolpack: „Der Ball muss mit geduldigem Spiel schnell gemacht werden, um die gegnerische Deckung in Bewegung zu bringen und so Räume zum erfolgreichen Abschluss zu schaffen.“

Der Neerstedter Coach gibt klare Vorgaben an sein Team: „Wir müssen energisch auftreten und auch im 1-1-Spiel da hingehen, wo es weh tun könnte. Im letzten Spiel haben uns die Oldenburgerinnen gezeigt, wie das geht und da wollen wir auch hin.“

Haverkamp wird schon im Training das Hauptaugenmerk auf eine starke Deckung legen, die die Angriffe der Gäste mit kämpferischem Einsatz möglichst frühzeitig unterbinden soll. Nur wenn alles passe, sehe Kolpack eine Möglichkeit, dem Gegner beizukommen. Wieder dabei ist Wiebke Kieler, die in der Deckung für mehr Sicherheit und auch im Angriff für mehr Druck aus dem Rückraum sorgen soll. Weiterhin fehlen werden Stefanie Hanuschek aus privaten Gründen sowie die verletzten Sharleen Siemers und Johanna Stuffel.

Männer-Verbandsliga: TV Neerstedt - VfL Fredenbeck II (Samstag, 19.30 Uhr). Die Gäste verfügen über einen starken Kader, der sowohl in der Deckung energisch zupacken als auch im Angriff unter anderem mit Utermark und Rohde über etliche sehr sichere Schützen verfügt. Auch muss die Neerstedter Abwehr Lukas Kraeft als Spielmacher in den Griff bekommen. TVN-Coach Björn Wolken ist froh, dass das Team etliche der starken Mannschaften gleich zu Saisonbeginn als Gegner hatte: „Wir wissen, wo wir momentan stehen und wo noch an Schwächen gearbeitet werden muss.“ Bereits in Horneburg haben die Spieler aus der Niederlage gegen Habenhausen II gelernt: Sie blieben bis zum Schluss wesentlich ruhiger. Das hat sich als Knackpunkt zum Sieg erwiesen. Auch gegen Fredenbeck II wird es keine leichte Partie. Gerade in fremden Hallen scheinen die Fredenbecker aber immer mit einer etwas angezogenen Handbremse zu spielen. Darauf baut auch Wolken: „Die Mannschaft hat richtig Lust auf dieses Spiel und will mit einer starken Leistung zwei weitere Punkte holen, ehe es dann entspannter in eine kurze Pause geht.“ Die Pause ist deshalb kürzer als bei anderen Mannschaften, weil die Neerstedter noch in der 2. Pokalrunde spielen werden. Marcel Kasper wird wieder ins Team zurückkehren, während Bruder Malte privat verhindert ist. Auch Keeper Julius Timm musste aus beruflichen Gründen passen. Stjorven Schröder wird verletzungsbedingt fehlen.