NEERSTEDT - Der TV Neerstedt hat in fünf Spielen in der Handball-Regionalliga schon viel erlebt. Es gab einige Höhen, wie den Punktgewinn bei der HSG Barnstorf/Diepholz (34:34), und den ersten Rückschlag. Am vergangenen Wochenende ging das Heimspiel gegen die HSG Wolfen verloren (33:39). Trotzdem, Spiel Nummer sechs an diesem Sonnabend ab 19.30 Uhr in der Halle des Neerstedter Sportzentrums wird anders als die anderen. „Das ist eine ganz neue Herausforderung für uns“, sagt TVN-Trainer Dag Rieken über den Vergleich mit den HF Springe.

In der Offensive setzen die Gäste oft auf die Durchschlagskraft ihrer Rückraumspieler. „Die sind alle in der Lage, aus größeren Entfernungen Tore zu erzielen“, sagt Rieken über die Akteure, die dort eingesetzt werden. Das sind vor allem der zweifache Olympiasieger Wjatscheslaw Gorpishin (rechts), Daniel Deutsch (links) sowie Spielmacher Milan Djuric. Dieses Trio bestimmt das Spiel der Handballfreunde. Es kann sich aber auf starke Mitspieler verlassen. „Ich sehe den Gegner, mit dem Personal, das er aufbietet, klar in der Favoritenrolle“, erklärt Rieken. „Das ist eine Mannschaft, über die ich vor der Saison gesagt habe, dass sie ganz oben dabei sein wird.“ Dass die Springer punktgleich (3:7) mit seinem Team Tabellenzehnter sind, ändert an dieser Einschätzung nichts. „Die Saison ist noch lang.“ Und auch die Tatsache, dass in HF-Spielertrainer Sven Lakenmacher ein erfahrener Akteur eine Sperre absitzt, verändert die Ausgangslage aus Sicht von Rieken nicht. Für den 58-fachen

Nationalspieler kehrte vor einer Woche in der Partie gegen den VfL Fredenbeck (25:25) HF-Manager Dennis Melching aufs Feld zurück. Er erwies sich in der Deckung als große Verstärkung. Organisiert wird die Defensive vom zwei Meter langen Gorpishin. Er bildete mit Melching (1,90 m) einen schwer zu überwindenden Mittelblock.

„Wir müssen uns auf eine aggressive Abwehr gefasst machen“, erklärt Rieken. „Knackpunkt wird aber die Stabilität unserer Defensive sein.“ Es gelte dort, aber auch in der Offensive ans Limit zu gehen. „Außerdem dürfen wir uns, egal was passiert, nicht von unserer Linie abbringen lassen. Die psychologische Stabilität, die wir ja haben, muss unsere Stärke sein.“ Rieken ist zuversichtlich, dass es seinen Spielern gelingt, dies umzusetzen. Dann wird sich das Team für den schwächeren Auftritt in der Partie gegen Wolfen rehabilitieren. „Das ist das Ziel. Wir wollen das zeigen, was wir können. Und dann schauen wir, was dabei herauskommt.“ Fehlen werden Tobias Schenk (verletzt) und Malte Kasper (Urlaub).