NEERSTEDT - Nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben sich die Handballer von TV Neerstedt II und TS Hoykenkamp im ungeliebten HVN-Pokal für Landesliga- und -klassen-Mannschaften. Am Ende musste ein Team gewinnen. Es traf den TV Neerstedt II, der durch den 25:24-Sieg in die dritte Runde einzog.
TSH-Coach Thorsten Stürenburg war sichtlich erleichtert, den Pokal hinter sich lassen und sich nun ganz auf die Punktspielrunde konzentrieren zu können. Auch TVN-Trainer Marcel Meyer wäre es ziemlich egal gewesen, wenn er mit seinem Team ausgeschieden wäre.
So zeigten beide Mannschaften den Zuschauern nicht zu viel. Es gab viele technische Fehler und erhebliche Abschlussschwächen. Es hätte sich niemand beschweren können, wenn diese Partie mit 53:52 ausgegangen wäre, so schwach präsentierten sich die Deckungsreihen. Die große Ausnahme dabei waren die Keeper Gregor Kleefeldt und Timo Stein auf Hoykenkamper sowie Robert Lohmann auf Neerstedter Seite. Mit etlichen Glanzparaden sorgten sie dafür, dass die Tore nicht wie reife Früchte fielen.
Auf beiden Seiten fehlten wichtige Spieler, wobei besonders auf Hoykenkamper Seite die Spielerdecke sehr dünn war. Trotzdem zeigten dieGäste das bessere Zusammenspiel, doch war bei Keeper Lohmann häufig Endstation. Auch die Neerstedter versuchten über Tempo ins Spiel zufinden und so zu leichten Toren zu kommen. Aber auch hier ging viel daneben.
Als die Gastgeber zu Beginn der Partie schnell mit 4:1 (12.) in Führung gingen, schien alles noch in bester Ordnung. Doch dann legten auch die Gäste etwas zu und holten sich Mitte der ersten Hälfte einen 8:7-Vorsprung. Bis zur Pause blieb es zahlenmäßig eng.
Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts an dem Spielchen. Gelegentlich kam sogar der Eindruck auf, als wollten die Aktiven gar nicht das Tor treffen. So wurde aus einer 15:12-Führung der Hausherren ein 16:17-Rückstand (45.), den aber auch die Stürenburg-Sieben nicht weiter ausbauen konnte oder wollte. Fünf Minuten vor dem Ende schienen die Gastgeber dann endgültig in der Erfolgsspur zu laufen (22:19). Doch wurden in den verbleibenden Minuten die Angriffe erneut zu schnell und überhastet abgeschlossen, und so musste die Turnerschaft auf 23:24 verkürzen. Erst eine Minute vor dem Ende machte Fichter mit dem letzten Neerstedter Treffer über Rechtsaußen alles klar.
Meyer war nach Spielende sichtlich froh, dass es keine weiteren Verletzungen gegeben hatte: „Das war teilweise Handball zum Abgewöhnen. Beide Mannschaften wollten nicht unbedingt in die nächste Runde. Gefallen hat mir aber außer Keeper Lohmann noch Tobias Schenk, der eine ausgezeichnete Leistung in der Deckung gezeigt hat und Goalgetter Skormachowitsch weitgehend ausschalten konnte“, fand Meyer doch etwas Positives.
