NEERSTEDT - 280 Sportler an den zwölf Stationen und insgesamt geschätzte 500 Gäste auf dem Sportplatz in Neerstedt sind die Bilanz, die der erste Vorsitzende und zugleich „Erster Highlander-Boss“ in Neerstedt, Jens Schachtschneider, als Fazit der ersten „Highland Games“ herausstellte. Der Turnverein Neerstedt hatte das Volks- und Sportfest erstmals unter das Zeichen des Schottenrocks gestellt. Eine Idee, die ankam bei den Neerstedter Bewohnern, denn Jung und Alt folgten der Einladung des TV Neerstedt.
Das halbe Dorf dabei
In einem Dorf rund die Hälfte der Bewohner auf die Beine zu bringen, ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. „Damit haben wir unser Hauptziel erreicht, etwas für die Sportler, aber auch für die Freizeit-Aktiven auf die Beine zu stellen.“ Finanziell sei die Veranstaltung zwar nicht so gut verlaufen wie der Deutschlandlauf, aber man könne auch nicht jedes Mal nur auf das Geld schauen. „Viel wichtiger ist es, das Vereinsleben in den Mittelpunkt des Dorfes zu rücken. Das ist uns gelungen. Der Kontakt zwischen Leistungssportlern bis hin zu Kindergarten- und Schulkindern ist vollends gelungen“, so Schachtschneider.
So ist es nicht verwunderlich, dass alle Wetten gewonnen wurden, die mit Betrieben eingegangen worden waren. Dazu gehörte das Tauziehen um das kräftigste Neerstedter Wohnviertel, hier gewann im Finale das Team Süd-West (Vogelsiedlung) gegen Nord-West. Im Endwettkampf um die schnellste Frau und den schnellsten Mann siegten Marita Schröder bzw. Christoph Meyer-Ebrecht. Letzter war es auch, der als einziger den Vier-Meter-Birkenstamm mit Überschlag werfen konnte. Das übrigens zweimal hintereinander. Schlecht für Malte und Klaus Grotelüschen. Sie hatten gewettet, dass es keiner der Kandidaten schaffen würde.
Kräftigste Frau wurde dagegen beim Bierkisten-Stemmen Daniela Oltmann. Spannend war es beim Duell der stärksten Männer zwischen Torsten Kasper und Trainer Dag Rieken. Schließlich entschied der Trainer den Wettbewerb für sich. Erwähnt werden muss auch das Heusackwerfen. Gewettet worden war, dass die Grund- und Sprachheilschüler keine Distanz von 400 Meter schaffen würden. Am Ende waren es sogar 500 Meter die insgesamt in der Summe überwunden wurden.
Die Liste lässt sich noch beliebig fortführen, denn auch die fünf Quadratmeter Erdbeerkuchen wurden geschafft. Wettpartner war Jochen Meyer aus Wildeshausen.
Dudelsäcke erklingen
Für echte „Highlander“- Klänge sorgten Sabine Ehrle und Viktor Besch mit ihren Dudelsäcken. Besch ist Musikalischer Leiter von Crest of Gordon, einer Dudelsack-Gruppe in Bremen. Besonders am späten Nachmittag, während eines Regengusses, war das Konzert des Duos in der voll besetzten Turnhalle eine willkommene Abwechslung. Nach der großen Siegerehrung stieg am Abend die Highland-Party mit Klönschnack und gemütlichem Beisammensein.
„Die Highland-Games waren am Optimum. Was wir im kommenden Jahr machen, ist noch offen. Ich denke diese Veranstaltung war toll, aber 2013 brauchen wir eine neue Idee“, erklärte Jens Schachtschneider abschließend.
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