Lemwerder - Die Faustballerinnen des Lemwerder TV haben ihren Heimspieltag am Sonnabend optimal genutzt. Die Mannschaft von Trainer Patrick Bartelt besiegte den Wardenburger TV mit 3:2 Sätzen und den Ohligser TV mit 3:1 Sätzen.

Das Team aus dem Süden der Wesermarsch hat mit nunmehr 8:8 Punkten einen großen Sprung in der Tabelle gemacht: Es ist Dritter – vor den punktgleichen Teams TK Hannover und MTV Diepenau.

Lemwerder TV - Wardenburger TV 3:2 (11:4 6:11 11:7 12:14 11:8). Der LTV begann mit Anika Langpaap und Ina Erstling am Schlag, Darja Seemann in der Mitte sowie Saskia Gelhaus und Janika Seemann in der Abwehr. Später ersetzte Stefanie Suhren Janika Seemann. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Bartelt.

Die Gastgeberinnen spielten ruhig und sicher. Sie nahmen die langen Bälle der Wardenburgerinnen gekonnt an und brachten sie problemlos nach vorne. Der LTV gewann Satz eins mit 11:4. Doch schon im zweiten Satz stockte der Spielfluss. Wardenburg operierte plötzlich mit halblangen Bällen, die Lemwerder Probleme bereiteten. Die Gastgeberinnen gaben Satz zwei ab, sicherten sich dann aber Satz drei. Doch die Stabilität fehlte. Wardenburg erzwang den fünften Satz.

Im entscheidenden Moment fand Lemwerder das richtige Mittel gegen die halblangen Bälle. „Wir haben die Abwehrspielerinnen weiter nach vorne gezogen“, sagte Bartelt. Die Zuschauer sahen schöne Ballwechsel und ein nervenstarkes Team aus Lemwerder, dass sich den fünften Satz sicherte.

Lemwerder TV - Ohligser TV 3:1 (10:12, 11:8, 11:8, 11:8). Diesmal begann Lemwerder mit Anika Langpaap und Ina Erstling im Angriff, Darja Seemann im Zuspiel sowie Saskia Gelhaus und Vivien Bluhm in der Abwehr. Stefanie Suhren kam später für Ina Erstling ins Spiel. Lemwerder spielte sich im ersten Satz eine 8:4-Führung heraus. Doch der LTV leistete sich Schwächen in der Annahme und musste den Satz noch mit 10:12 abgeben. Anschließend waren Kondition und Konzentration gefragt. Die Zuschauer sahen etliche lange und nach den Worten von Coach Bartelt „nervenzerstörende“ Ballwechsel. Die meisten entschieden die kampfstarken Gastgeberinnen für sich, so dass sie am Ende einen verdienten Sieg feierten.

Patrick Bartelt war mit seinen Spielerinnen zufrieden. „Sie haben Kampfgeist gezeigt und wichtige Siege eingefahren“, sagte er. Allerdings übte er auch Kritik. „Die Vorlagen waren teilweise inkonstant und nicht nah genug an der Leine. Dadurch war unser Rückschlag nicht so wirkungsvoll wie schon an anderen Spieltagen.“