Nethen - Er ist schon eine imposante Erscheinung, wenn er vor einem steht: Marc Wittrowski aus Steinhagen ist nicht nur 2,02 Meter groß, sondern auch 154 Kilogramm schwer. Und dahinter verbirgt sich weniger Fett, sondern Muskelmasse, die der Mann mit seinem Individualtraining vier Mal in der Woche noch weiter entwickeln will.

Sein Können und vor allem seine Kraft zeigte er am Wochenende im Beachclub Nethen beim 1. Strongman-Wettbewerb, organisiert und durchgeführt von der Popken Fashion Group aus Hahn-Lehmden. „Wir bieten Mode für echte Kerle an, mit den entsprechenden Übergrößen. Die gut zwanzig Männer, die sich an diesem Wettkampf beteiligen, sind von ihrer Statur her echte Kerle im wahrsten Sinn des Wortes“, sagte Thorsten Taupp, der im Unternehmen für den Bereich der Männerbekleidung zuständig ist.

Mit dem Strongman-Wettbewerb wurde Werbung mit Sport verbunden, wobei die gut 400 Zuschauer im Beachclub die sportlichen Leistungen würdigten. Die Kraftmänner hatten in vier Disziplinen ihre Kraft und Ausdauer unter Beweis zu stellen. Dazu zählte das „Baumstamm-Stemmen“ ebenso dazu wie das „Yoke-Race“, der „Farmerswalk“ oder auch der Eisenkugellauf. Bereits beim „Yoke-Race“ als erster Disziplin galt es, eine mit Gewicht beschwerte Konstruktion über eine Strecke zu tragen. Gesamtgewicht: 280 Kilogramm.

Marc Wittrowski zeigte sich diesen Aufgaben gewachsen, auch wenn er sich mit seiner Gesamtleistung zum Schluss im Mittelfeld wiederfand. Die verschiedenen Aufgaben, die beim Strongman-Wettbewerb zu bewältigen sind, trainiert er mit eigenen erstellten Konstruktionen nach. „Ich habe die Möglichkeit, mich auf einem Bauernhof ganz diesem Sport zu widmen“, erzählte der gelernte Werkzeugkonstrukteur. „Früher habe ich im American Football mitgespielt, musste dann aber wegen einer Knieverletzung aufhören. Dann bin ich in den Strongman-Sport gewechselt. Hier bin ich auf mich gestellt. Es zählt ganz allein meine Leistung, wie gut oder schlecht ich abschneide“, sagte Wirttrowski

Dieser Individualsport bedeutet allerdings nicht, dass der Mann kein Teamgefühl besitzt. „Komm Simon“, feuerte er einen Freund an, der beim „Yoke-Race“ etwas schwächelte. „Natürlich unterstützen wir uns untereinander und wollen uns auch gegenseitig pushen, gerade auch dann, wenn wir in kleinen Teams zusammen trainieren“, sagte Wittrowski. Der Ehrgeiz, zu gewinnen, ist natürlich da, auch beim Stemmen eines künstlichen Baumes mit 100 Kilogramm Gewicht. Wenn jemand stärker ist, wird es neidlos anerkannt. „Dann heißt es für mich, weiter zu trainieren“, sagte der 28-Jährige, der in sich noch viel Potenzial sieht.

Es muss übrigens nicht der einzige Strongman-Wettbewerb im Beachclub Nethen bleiben. „Wir müssen schauen, wie alles gelaufen ist und es entsprechend auswerten“, sagte Thorsten Taupp. Sollte alles stimmen, könnten weitere Veranstaltungen dieser Art hier folgen.