Oldersum/Jemgum - Die Ems ist nicht nur ein Wirtschaftswasserweg, sondern auch ein geeignetes Revier für den Wassersport. Das haben am Wochenende 17 kleine Segler und größere Kielyachten eindrucksvoll und öffentlichkeitswirksam unter Beweis gestellt. Sie nahmen zwischen Oldersum und Jemgum an der ersten Känguru-Segelyacht-Regatta teil. Veranstalter war der Yacht-Club Unterems aus Oldersum (YCU). Segelvereine zwischen Papenburg, Jemgum, Oldersum und Ditzum sowie aus Delfzijl in den Niederlanden waren mit Amateurskippern und hoch motivierten Mannschaften vertreten.

Die Yachten begaben sich bis zu der Start- und Ziellinie in der Nähe des Emssperrwerks in Gandersum und überquerten diese zu den festgelegten Startzeiten der Reihe nach in östliche Richtung. Die physikalisch langsamsten Boote passierten die Startboje zuerst. Danach starteten zeitversetzt, der Yardstick Reihenfolge entsprechend, alle anderen Teilnehmer bis als Letztes das theoretisch schnellste Boot ins Rennen ging. Die Wettfahrt begann mit einem Regenschauer. Es ging mit dem Flutstrom der Ems bis an die festgelegte Wendetonne Höhe Jemgum die Ems hoch und anschließend mit dem Ebbstrom wieder zurück nach Gandersum.

Eindrücke von der Känguru-Regatta. Bild: YCU

Eindrücke von der Känguru-Regatta. Bild: YCU

„Das Besondere an den Wettfahrten in unserem heimischen Ems-Dollart Tidenrevier sind die zahlreichen Herausforderungen, die Skipper und ihre Mitsegler hier erwarten“, meinte Heiner Uffen, einer der Organisatoren und 2. Vorsitzender des YCU. Neben dem wechselhaften Wetter und kapriziösen Winden sind zu berücksichtigen die durch den Flussverlauf vorgegebenen, engsten Platzverhältnisse, wechselnde, teils starke Strömungen, zahlreiche Hindernisse wie Stellnetze oder Dalben und nicht zuletzt der Binnenschiffsverkehr. „Dies macht das Segeln bei uns im Vergleich zu stehenden Gewässern so reizvoll, aber auch anspruchsvoll. Gute Vorbereitung, Revierkenntnis aber auch Respekt vor den Naturgewalten sind dabei wichtig“, sagte Egon Bojen, der erste Vorsitzende des YCU.

Eindrücke von der Känguru-Regatta. Bild: YCU

Eindrücke von der Känguru-Regatta. Bild: YCU

Nach fast drei Stunden und einem weiteren Gewitterschauer verdichtete sich das Regattafeld, was an der Wettkampfform „Känguru Start“ den besonderen Reiz ausmacht. 14 der teilnehmenden Boote erreichten die Ziellinie. Drei Teilnehmer mussten das Rennen vorzeitig abbrechen.

Eindrücke von der Känguru-Regatta. Bild: YCU

Eindrücke von der Känguru-Regatta. Bild: YCU

Gegen 19 Uhr wurden die Gewinner geehrt. Den 3. Platz erzielte SY „Hein“ von Frank Simmering vom Luv up Jemgum, den 2. Platz konnte SY „Pinta“ von Heini Mertens vom Ditzumer Segelverein Boreas aus Ditzum für sich verbuchen. Gewinner der 1. Känguru Regatta des YCU Oldersum wurde Henning Heikens mit der SY „Mojo“ vom Luv up Jemgum. Die Ergebnisse der Regatta gehen nicht in die Notierungen des Emspokals ein, welcher jährlich an die punktstärksten Skipper der von zahlreichen Segelvereinen an der Ems vergeben wird.

Frank Simmering, der auch den Vorsitz des Segelvereines Luv Up Jemgum innehat, gab seine Begeisterung über das in unserem Revier neue Wettkampfkonzept zum Ausdruck. Gemeinsam wollen die an der Ems ansässigen Vereine den Segelsport mit neuen Ideen vorantreiben und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Der YCU-Vorstand hat nach der erfolgreichen Premiere die Absicht, das Konzept weiterzuentwickeln und eine Fortsetzung. zu planen

Die Preisverleihung beim YCU Oldersum. Bild: YCU

Die Preisverleihung beim YCU Oldersum. Bild: YCU