Edewecht - Osterferien müssen nicht langweilig sein. Fast zwanzig Kinder nutzten das Spielangebot im „Bücherkeller“ der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Edewecht. Außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten der Einrichtung und erstmals in den Ferien war zu der Aktion eingeladen worden.
Aus rund 330 Spielen (Karten- und Gesellschaftsspiele sowie Puzzles) konnten die jungen Besucher auswählen, was sie spielen möchten. Dabei blieb es an diesem Nachmittag nicht bei nur einem Spiel. Alte und bewährte Spiele wie „Lotti Karotti“ kamen dabei ebenso zum Einsatz wie neue auf dem Markt befindliche wie „Marza“ oder auch „Stone-Age-Junior“.
Bestimmte Spiele mochte Christine Wilke, Leiterin des Bücherkellers, nicht hervorheben. „Es werden viele Spiele einfach erst einmal ausprobiert, um zu sehen, was einen gefällt“, erklärte sie.
Die Kinder griffen an diesem Nachmittag nicht nur nach Neuheiten, sondern auch nach Altbewährtem. „Sie wollen hier einfach nur ihren Spaß am Gesellschaftsspiel haben.“
Dann verriet sie aber doch, was im „Bücherkeller“ besonders stark nachgefragt sei. Die unterschiedlichen „Labyrinth“-Spiele würden immer wieder gern genommen. Auch das schon erwähnte „Lotti Karotti“ sei ein Ausleihrenner. „Diese Spiele sind für Kinder sehr gut geeignet, weil sie vom Ablauf her schnell verständlich sind, relativ schnell gespielt werden können und immer wieder kleine Überraschungen im Spielverlauf parat haben.“ Das neu angeschaffte „Stone-Age-Junior“ kam beim Spielenachmittag bei den Kindern ebenfalls gut an und dürfte bald auch zu den stärker nachgefragten Spielen gehören.
Die 6-jährige Xenia griff bei der Veranstaltung mehr auf die älteren Angebote zurück. Nachdem sie sich zunächst mit einem Pferde-Puzzle beschäftigt hatten, spielte sie mit ihren Freundinnen „Der Maulwurf“. „Das geht so ähnlich wie ‚Mensch ärgere dich nicht‘ und das konnte ich den beiden anderen ganz gut erklären.“ Mit den beiden anderen waren Sophie und Emily gemeint. Zu dritt waren sie in den „Bücherkeller“ gekommen, um hier 90 Minuten in aller Ruhe spielen zu können. Selbst durch eine kleine Pause, in der es Getränke gab, ließen sie sich nicht ablenken. „Toll ist hier, dass ich mich, wenn ich keine Lust mehr zum Spielen habe, in eine Ruheecke setzen und einfach lesen kann“, erzählte Xenia. Was übrigens von einigen wenigen Besuchern auch genutzt wurde.
Mit der Resonanz und dem Verlauf waren Christine Wilke und ihre fünf Mitstreiter vom Team des „Bücherkellers“ sehr zufrieden. Die Entscheidung, den Spielenachmittag in den Osterferien anzubieten, war von Erfolg gekrönt. „Früher kam es manchmal vor, dass wir hier nur zu dritt saßen. Wahrscheinlich haben die Kinder in der Schulzeit doch nicht mehr die Zeit für solche Aktionen“, mutmaßte Christine Wilke. Ob der Spielenachmittag auch künftig in den Ferien stattfindet, entscheidet sich in einer Nachbetrachtung zu dieser Aktion.
