Wildeshausen - Es ist schon ein seltsames Phänomen: Sobald der jamaikanische Weltklasseläufer Usain Bolt zum Sprint ansetzt, hängt auch das deutsche Fernsehpublikum an den Geräten. Wenn es aber darum geht, selbst zu werfen, springen oder zu laufen, ebbt die Begeisterung merklich ab. Demzufolge kann man Lars Barkemeyer fast schon als Exoten bezeichnen. Nicht nur, dass der 26-Jährige seit seiner Jugend selbst begeisterter Sportler ist – er ist auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Nachwuchs in Wildeshausen überhaupt wieder die Möglichkeit hat, Leichtathletik zu betreiben.

Ein Rückblick: Mit dem Abriss der St.-Peter-Halle endete auch das sportliche Treiben der Leichtathletik-Abteilung des SC Wildeshausen. „Wir hatten keine Hallenzeiten mehr“, erinnert sich Barkemeyer, „zahlreiche Vereinsmitglieder haben aufgehört oder sich andere Vereine gesucht.“ Ein Zustand, den Barkemeyer so nicht akzeptieren wollte. Mit viel Aufwand versuchte er neue Zeiten zu bekommen – und wurde fündig. „Im Januar 2012 haben wir mit vier Leuten wieder angefangen“, erinnert sich der Wildeshauser, der seine Tätigkeit als Trainer wieder aufnahm.

Auch wenn es zu Beginn vor allem „alte Gesichter“ waren, tummeln sich mittlerweile auch einige Neulinge unter Barkemeyers Schützlingen. „Mittlerweile sind wir wieder 15“, erklärt der SC-Trainer, „aber weitere Kinder sind immer willkommen.“ Für den interessierten Leichtathletik-Nachwuchs werden zwei verschiedene Gruppen angeboten: So geht es in der Mittwochsgruppe (St.-Peter-Halle, 17.30 Uhr bis 19 Uhr) vor allem erst einmal darum, Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Die Montagsgruppe (Wallschule, 18.30 - 20 Uhr) richtet sich dann an Fortgeschrittene.

Dass sich mit dem Training auch wieder der Erfolg einstellt, war bereits beim letztjährigen Nikolauslauf in Wildeshausen zu beobachten. Diesen gewann der zehnjährige Kari Klebinger – Leichtathlet beim SC Wildeshausen.