• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 3 Minuten.

Ankündigung von Kultusminister Tonne
Testpflicht in niedersächsischen Kitas kommt Mitte Februar

NWZonline.de Sport

Fußball Bundesliga: Dreierkette gibt Werder mehr Sicherheit

31.01.2017

Bremen Die Zahlen sprechen mal wieder Bände. 38 Gegentore in 18 Spielen, im Schnitt mehr als zwei Treffer kassiert die schlechteste Abwehr der Fußball-Bundesliga pro Partie: Werder Bremen bekommt auch in dieser Saison seine chronische Defensivschwäche nicht in den Griff. Die beiden 1:2-Niederlagen gegen Borussia Dortmund und Bayern München haben jedoch gezeigt, dass es zumindest Hoffnung auf Besserung gibt.

Im Wintertrainingslager im andalusischen Alhaurin el Grande wollte Alexander Nouri ganz bewusst die taktische Variabilität und Flexibilität stärken. So ließ der Trainer die Dreierkette einstudieren. Das Üben des neuen Systems wurde durchaus kritisch beäugt, schließlich blieb im Januar nur wenig Zeit, um neue Laufwege, Verhaltensmuster und Prinzipien zu trainieren.

Fünferkette in Defensive

Nach den ersten Partien lässt sich aber festhalten: Das neue System gibt Werder mehr Sicherheit. In der Dreierkette machen (von links) Milos Veljkovic, Lamine Sané und Niklas Moisander einen soliden Job. Sobald der Ball bei den Bayern war, rückten die äußeren Mittelfeldspieler Robert Bauer (rechts) und Santiago Garcia (links) nach hinten, so dass Werder in einer Fünferkette agierte.

Der Rekordmeister hatte mit dieser Abwehrreihe so seine liebe Müh und Not. Robert Lewandowski und Thomas Müller fanden überhaupt nicht statt, nur Arjen Robben und Franck Ribéry sorgten mit ihrer individuellen Klasse für Gefahr. „Ich war in der zweiten Halbzeit weitestgehend beschäftigungslos. Es ist schön, dass wir so wenig Chancen zulassen“, sagte Bremens Torwart Felix Wiedwald.

Der Vorteil der Dreier-, aus der ganz schnell eine Fünferkette wird, liegt auf der Hand. Werder hat im Vergleich zur Viererkette, mit der im vergangenen Jahr gespielt wurde, in den meisten Fällen einen Mann mehr hinter dem Ball. Die Bremer können so häufiger die Gegenspieler doppeln oder eigene Fehler durch die Präsenz eines weiteren Verteidigers ausmerzen. In Winter-Zugang Thomas Delaney und Zlatko Junuzovic spielten gegen die Münchner zudem zwei äußerst laufstarke Spieler im defensiven Mittelfeld.

Delaney, aus Kopenhagen gekommen, ist schon jetzt so etwas wie der Chef im Zen-trum und kaum noch wegzudenken. Junuzovic agierte gegen die Bayern extrem griffig in den direkten Duellen, bereitete zudem das Tor durch Max Kruse vor. „Jeder war füreinander da. Generell ist unser Auftreten in der Defensive besser. Wir sind kompakter geworden“, analysierte der Österreicher.

Nachteile in Offensive

Was defensiv Vorteile bringt, hat in der Offensive aber auch Nachteile. Die beiden Außen Bauer und Garcia beackern ihre Seiten alleine, müssen also extrem weite Wege gehen. In der Vorwärtsbewegung fehlt ihnen deswegen auch mal die Kraft, um für mehr Entlastung zu sorgen.

Gegen die großen Teams wie Dortmund und Bayern fiel dieser Faktor nicht so ins Gewicht, weil hier ohnehin das Verteidigen im Mittelpunkt stand. Was aber ist am nächsten Samstag in Augsburg? Oder danach gegen Gladbach, Mainz und Wolfsburg? Hier muss Werder die Gegner auch offensiv unter Druck setzen. In dem System mit der Dreierkette bleiben nur drei richtige Offensivkräfte, die nach dem Ausfall von Claudio Pizarro in den kommenden Wochen Max Kruse, Fin Bartels und Serge Gnabry heißen dürften. Möglich ist deswegen, dass Nouri gegen Teams auf Augenhöhe zurück auf die Viererkette wechselt – taktische Flexibilität ist halt gefragt.

Um die Abwehr künftig besser aufzustellen, hat Werder am Montag den ersten Profi für die neue Saison verpflichtet. Der schwedische Nationalspieler Ludwig Augustinsson wechselt im Sommer vom FC Kopenhagen (dort war er bis zum Winter Teamkollege von Delaney) an die Weser und soll einen Vertrag bis 2021 erhalten. Laut Medienberichten zahlen die Bremer die festgeschriebene Ablöse von 3,5 Millionen Euro. Mit der U 21 seines Landes wurde Augustinsson 2015 Europameister, 2016 nahm er mit Schwedens A-Team an der EM in Frankreich teil.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2033
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.