Cloppenburg - Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – sprich der Klassenhalt. Den hat Trainerin Slawka Jezierska zunächst einmal fest im Blick, wenn sie als Neuling in der Handball-Oberliga mit dem TV Cloppenburg aufkreuzt. An diesem Sonntag präsentiert sich das Team dem eigenem Publikum, wenn um 15 Uhr Komet-Arsten zu Gast ist.

Die Handballexperten werden sich beim Betrachten der Mannschaft an einen anderen Oberligisten erinnert fühlen, denn vier der sechs Neuzugänge kommen vom SV Höltinghausen, der sich nach einem Aderlass an Spielerinnen in die Landesliga zurückgezogen hat.

Der kräftig veränderte Kader, vier Spielerinnen verließen den TVC, ließ Trainer Slawka Jezierska früh in die Vorbereitung einsteigen. „Daher ist der konditionelle Stand der Mannschaft sehr gut“, denkt sie an die harte Aufgabe beim Regionalligisten HSG Stemmer. Mit 16:36 (7:21) wurde klar verloren, doch nur knapp 30 Minuten später ging es gegen Stemmers Zweitvertretung. Den Landesligisten besiegte der TVC mit 40:33 (19:16) und zeigte viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen.

An der mannschaftlichen Geschlossenheit mangelt es noch, stellte die Trainerin fest, was auch daran lag, dass zum Beispiel die Linkshänderinnen Mirela Kaczynska und Wiebke Neelen urlaubsbedingt fehlten, der Kader erst in der Schlussphase der Vorbereitung komplett trainieren und sich einspielen konnte.

„Ich bin dennoch zufrieden, denn im letzten Spiel beim Elsflether TB haben wir überzeugen können“, freute sich die Trainerin über das 37:32 (23:16), wobei Kaczynska mit 16 Treffern herausragte.

Froh ist Jezierska, mit Claudia Ostermann – heiratete am vergangenen Sonnabend, hieß bisher Gerken –, Neuzugang Gaby Münzebrock und Nachwuchsspielerin Nadine Lohr drei Torhüterinnen zur Verfügung zu haben. Wieweit der Abgang der Torhüterinstitution Katja Kröger kompensiert wird, bleibt abzuwarten.

Wichtigste Aufgabe auch für das Debüt gegen Arsten wird aber sein, die Zahl der technischen Fehler zu reduzieren. Gegen einen erfahrenen Oberligisten wie die Bremer darf sich der Neuling nicht allzu viele erlauben. Arsten hatte in der vergangenen Saison den Umbruch vollzogen und landete auf Platz acht. Eine Region in der Oberliga, in der sich der TVC gerne aufhalten möchte. Nicht mehr dabei in Arsten sind die Torjägerinnen Esther Batke und Sandra Winter, die nach acht Jahren beim TuS in der Landesliga-Reserve Arstens ihre Karriere ausklingen lassen.