NEUS - NEUS/SID/DPA - Entwarnung vor dem Länderspiel gegen Frankreich am kommenden Sonnabend: Die angeschlagenen Michael Ballack von Bayern München und Christoph Metzelder von Borussia Dortmund stehen Teamchef Jürgen Klinsmann für das letzte Länderspiel des Jahres wohl zur Verfügung.

Ballack war beim 3:1-Sieg der Bayern wegen der Nachwirkungen einer Oberschenkel-Prellung und wegen Magenproblemen ausgewechselt worden, Metzelder musste gegen Bayer Leverkusen (1:2) mit einem Hexenschuss pausieren. Klinsmann geht davon aus, dass beide Rekonvaleszenten am Dienstagnachmittag im DFB-Quartier in Köln eintreffen.

Für den Fall des Misserfolges gegen Frankreich mahnt Werder Bremens Manager Klaus Allofs die Clubchefs zur Besonnenheit: „Es geht nicht an, dass 18 Clubs ihre Vorstellungen rausposaunen, alles öffentlich diskutieren und in Frage stellen.“

Den Optimismus des Teamchefs konnten auch skeptische WM-Prognosen der DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger nicht trüben. „Man darf sich gar nicht erst einreden, dass die Mannschaft eventuell erst 2008 ihren höchsten Zenit erreicht“, so Klinsmann. „Das wäre psychologisch der falsche Weg.“

In einem Interview hatte Mayer-Vorfelder erklärt, die Weltmeisterschaft käme zwei Jahre zu früh. Deshalb betrachte er einen Halbfinal-Einzug als vollauf befriedigendes Resultat. Noch bescheidener gab sich Zwanziger. „Für mich wäre schon ein Viertelfinale ein Erfolg – wenn die Mannschaft mit Begeisterung gegen einen starken Gegner ausscheiden würde“, meinte gar Zwanziger.

„Unser Ziel bleibt das Endspiel“, kommentierte Klinsmann, „und da wollen wir noch einen draufsetzen.“