NEUS -

Der Ex-Radprofi äußerte sich im Internet. Den Medien wirft er Manipulation vor.

NEUSS/SID - Die Indizien sind erdrückend, das letzte bisschen Glaubwürdigkeit scheint längst verloren, doch Jan Ullrich beteuert weiter hartnäckig seine Unschuld. Fünf Tage nach Offenlegung der entlarvenden DNA-Tests seiner Blutkonserven hat der massiv unter Doping-Verdacht stehende Ex-Radprofi sein Schweigen gebrochen und sich im Internet zu Wort gemeldet.

Viel Neues hatte Ullrich dabei allerdings nicht mitzuteilen. Er sei zwar niemandem Rechenschaft schuldig, dennoch wolle er nun eine Klarstellung, sagte der 33-Jährige und beklagte dabei vor allem die „teilweise manipulierenden Medienberichte“, die seinen Ruf zerstören würden. Fakt ist: Neun bei der „Operacion Puerto“ von den spanischen Behörden sichergestellte und ihm zugeordnete Blutkonserven stammen laut Staatsanwaltschaft zweifelsfrei von Ullrich. Aber auch die jüngsten Ereignisse und Meldungen würden absolut nichts an seinem „reinen Gewissen“ ändern. Er habe in seiner ganzen Karriere niemanden betrogen.