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Lockerungen im Sport So läuft der Neustart im Amateurfußball

Oldenburg - Trotz aller Beschränkungen, die das Sporttreiben in der abflauenden, aber weiter andauernden Pandemie-Situation noch immer einschränken, wird in Oldenburgs Fußballvereinen die in der vergangenen Woche eröffnete Chance auf kollektive Trainingseinheiten rege genutzt. In bis zu 30-köpfigen Gruppen dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wieder Kontaktsport betreiben. Erwachsene müssen noch kontaktlos mit Abstand agieren (siehe Info-Box).

LOCKERUNGEN IM SPORT Über Freude und Bürokratie

Manfred Mietzon Jan Zur Brügge
Oldenburg

Kleines Programm

„Das ist ein Anfang. Wenn die Inzidenzzahl weiter fällt, könnte bald auch wieder ein vollständiges Training möglich sein“, hofft VfL-Obmann Michael Plätzer. „Wichtig ist, dass wir uns jetzt wieder alle sehen und auf den Platz konnten“, sagt Oberliga-Trainer Lasse Otremba, der mit seinem Team am Donnerstag den Wiedereinstieg gewagt hat. Ballschule, Dribblings, Passübungen und Zonenspiele ohne Zweikämpfe stehen auf dem abgespeckten Plan. „Wir wollen langsam wieder reinkommen“, erklärt Otremba. „Natürlich müssen Spieler, Trainer und Betreuer immer einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen – da sind wir sehr penibel“, betont Plätzer.

LOCKERUNGEN IM FUSSBALL Da geht’s jetzt in Richtung Normalität

Tom Springer Jan Zur Brügge
Oldenburg

Großes Lob

Bei Bezirksligist SV Ofenerdiek begrüßte Trainer Brian Adamovic am Dienstag 14 Spieler zum ersten Training. „Einige Spieler haben mir im Vorfeld gesagt, dass sie nur für das Training keinen Schnelltest machen würden. Das muss man als Trainer auch akzeptieren. Außerdem ist bei uns im Mai das Training freiwillig. Richtig loslegen können wir doch ohnehin erst dann, wenn es auch Termine für die ersten Testspiele oder den Saisonstart gibt“, meint der SVO-Coach und verteilt ein großes Lob an die Spieler: „Keiner hat Übergewicht, die haben in den vergangenen sechs Monaten alle individuell gut trainiert.“

LOCKERUNGEN IN CORONA-ZEIT Impfen und testen für den Sport-Alltag

Jan Zur Brügge
Oldenburg

Dünnes Personal

Wie Adamovic („Einige Spieler mussten wegen der Pandemie Arbeitsplatz oder Berufsfeld wechseln. Da haben sich in den vergangenen 15 Monaten die Prioritäten verschoben.“) rechnet auch Tom Agena bei TuS Eversten mit einigen Abgängen. Der neue Chefcoach des Kreisligisten will seine Mannschaft am Pfingstmontag erstmals wieder auf den Platz bitten. „Da werden wir aber noch nicht trainieren. Ich und mein Co-Trainer Thorsten Seiffert wollen uns der Mannschaft vorstellen“, sagt Agena.

Dicke Forderung

„Wir haben ja schon bisher mit fünf festen Zweiergruppen trainiert. Natürlich ist jetzt die Zahl der möglichen Übungen größer geworden“, meint Andreas Bartels vom SV Eintracht. „Die Lockerung in dieser Woche ist aber nur ein Schritt in die richtige Richtung“, betont der Trainer des Kreisligisten: „Wir warten jetzt auf weitere Öffnungen und einen Fahrplan für den Amateursport. Dazu gehört für mich auch die Festlegung des Saisonbeginns für uns Amateurfußballer. Wir brauchen einen Termin, ab dem wir wieder richtig Fußball spielen können.“

Niedersachsens Weg in die Normalität mit dem Stufenplan 2.0

Für Oldenburg wurde am Freitag eine Inzidenz von 42,6 gemeldet. Der Wert liegt bereits länger unter 50 und war sogar schon einige Tage unter 35. Nach Stufenplan 2.0 vom Land (könnte mit der nächsten Verordnung ab 31. Mai greifen) würde ein Kreis oder eine Stadt nach fünf Werktagen unter 50 von Stufe 3 auf 2, unter 35 von Stufe 2 auf 1 und unter 10 von Stufe 1 in die „Normalität“ wechseln.

In Stufe 3 (Inzidenz: 50 bis 100) bestehen für den Breitensport diese Regeln, die so aktuell auch in Oldenburg gelten: Drinnen gelten die „normalen“ Kontaktbeschränkungen: ein Haushalt plus zwei Personen, Kinder unter 14 Jahren frei. Liegt die Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter 35, wären laut Stadt Treffen (also auch Sport) von drei Haushalten mit bis zu zehn Leuten drin. Draußen ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Kontaktsport in festen Gruppen bis 30 Personen zulässig. Erwachsene dürfen kontaktfreien Sport betreiben, wenn ein Zwei-Meter-Abstand eingehalten wird und es je teilnehmender Person eine Fläche von zehn Quadratmetern gibt.

In Stufe 2 (35 bis 50) würden sich über Stufe 3 hinausgehend diese Möglichkeiten ergeben: Drinnen dürfen 30 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in festen Gruppen Kontaktsport betreiben. Draußen dürfen auch maximal 30 Erwachsene Kontaktsport betreiben.

In Stufe 1 (10 bis 35) würden sich die Verhältnisse schon sehr normalisieren: Alle Sportanlagen mit Hygienekonzept geöffnet – Kontaktsport zulässig.

In den Stufen 3 und 2 gilt bei allen Gruppenangeboten eine Testpflicht für volljährige Personen sowie Trainer und Betreuer. Geimpfte und Genesene zählen immer nicht mit. Duschen/Umkleiden sind geschlossen.

Freibäder: Mit der nächsten Corona-Verordnung sollen wohl Freibäder unterhalb einer Inzidenz von 100 mit Hygiene-und Testkonzept wieder öffnen dürfen. Unter 35 wäre auch die Öffnung von Hallenbädern mit Hygienekonzept möglich.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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