Langwarden - Nicht alle Gaben, die in früheren Jahrzehnten unter dem Tannenbaum lagen, sorgten für leuchtende Kinderaugen, sagte Annegret Martens und präsentierte selbst gestrickte Leibchen und Hosen aus kratziger Wolle. Die hätten aber ihren wärmenden Zweck erfüllt, bestätigten auch andere Teilnehmer des Treffens im Langwarder Steinhaus.
Zu der gemütlichen Zusammenkunft unter dem Motto „Zwischen den Jahren“ hatte die evangelische Kirchengemeinde Langwarden erstmalig eingeladen. Bei Kaffee und Bratäpfeln standen die gestrigen und heutigen Weihnachtsbräuche im Mittelpunkt des geselligen Beisammenseins.
Zu diesem Zweck präsentierten die beiden Kirchenratsmitglieder Annegret Martens und Annemarie Cornelius einen Gabentisch mit Geschenken aus früheren Jahrzehnten. Die hatten sie beim Durchstöbern der dunklen Ecken ihrer Dachböden zu Tage gefördert.
Auch bestickte Schürzen, Poesiealben oder ein selbst geschnitztes Holzpferd dürften heute kaum noch auf dem Wunschzettel zu finden sein. Bücher, Spiele und Schmuck hingegen kommen als Weihnachtspräsente nie aus der Mode, machte Annegret Martens deutlich. Ihre Schilderung früherer Weihnachtsbräuche wurde von Teilnehmen des Treffens mit eigenen Erfahrungen ergänzt.
Da die christliche Weihnachtszeit erst am 6. Januar, dem Tag der Drei Heiligen Könige, endet, wurden während der Zusammenkunft, die Pastor Hartmut Blankemeyer eröffnet hatte, auch noch einige Weihnachtslieder gesungen. Dabei wurden die Frauen und Männer von Organistin Sabine Tetzner am Klavier begleitet.
