Oldenburg - Wenn am Mittwoch, 26. April, die Halbfinalspiele im oberen Wettbewerb des Niedersachsenpokals ausgetragen werden, bleibt es nach Ende der Partien spannend. Denn unmittelbar danach wird per Los entschieden, bei welchem der beiden Finalisten das Endspiel ausgetragen wird. Das teilte der Niedersächsische Fußballverband (NFV) auf Anfrage mit.

In den Halbfinals stehen vier Mannschaften aus dem Nordwesten, dabei trifft an jenem Tag jeweils ein Regionalligist im eigenen Stadion auf einen Drittligisten, konkret sind das die Duelle Atlas Delmenhorst - VfB Oldenburg und SSV Jeddeloh - VfL Osnabrück. Sowohl an der Delmenhorster Düsternortstraße als auch in der 53acht-Arena der Jeddeloher wird um 18 Uhr angepfiffen. Steht nach 90 Minuten kein Sieger fest, folgt direkt ein Elfmeterschießen. Die Auslosung des Final-Spielorts soll nach aktuellem Stand laut NFV in Delmenhorst stattfinden. Gelost wird nach Angaben des NFV aber nur, wenn zwei Mannschaften aus der gleichen Liga im Endspiel aufeinandertreffen. Sollten sich ein Regional- und ein Drittligist für das Finale qualifizieren, hat das klassentiefere Team - also der Regionalligist - automatisch Heimrecht.

Das Finale im oberen Wettbewerb wird am Samstag, 3. Juni, in Delmenhorst, Oldenburg, Jeddeloh oder Osnabrück ausgetragen und in den „Finaltag der Amateure“ eingebettet, wenn bundesweit die Landespokal-Endspiele stattfinden. Die ARD überträgt in einer Konferenz diese Duelle. Die Sieger dieser Spiele nehmen am DFB-Pokal 2023/24 teil. Und das ist lukrativ: Im laufenden DFB-Pokal 2022/23 erhielt jeder Erstrunden-Teilnehmer 209 000 Euro. Sollte der VfL Osnabrück das Endspiel erreichen und sich über die Platzierung in der 3. Liga für den DFB-Pokal qualifizieren (das schaffen die besten vier Drittligisten), wäre der zweite Finalist unabhängig vom Ausgang des Endspiels im DFB-Pokal dabei. Derzeit belegt das Team von Trainer Tobias Schweinsteiger in der 3. Liga den sechsten Platz.

In diesem Jahr werden beide Endspiele des Landespokals (im oberen Wettbewerb spielen Dritt- und Regionalligisten, im unteren Wettbewerb Oberligisten und Bezirkspokalsieger) auf dem Platz eines beteiligten Teams ausgetragen. In den vergangenen Jahren fand zumindest eines dieser Duelle oft auf neutralem Boden in Hannover (Eilenriedestadion) statt, nun hat der NFV umgeschwenkt. Von den zwei Endspielen des Landespokals schafft es aber nur eines in die ARD-Konferenz, das Duell im unteren Wettbewerb wird wohl schon am 18. Mai (Himmelfahrt) ausgetragen. Dann stehen sich die Oberligisten TuS Bersenbrück und SC Spelle-Venhaus gegenüber. Auch hier wurde bereits das Heimrecht ausgelost, es fiel dabei den Bersenbrückern zu. Und auch hier erreicht der Sieger den DFB-Pokal 2023/24.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)