Altenoythe - „Die Alarmglocken schrillen aufs Lauteste, mit nur 37 gestreckten Fasanen stehen wir vor der dunkelsten Bilanz, die wir je erlebten“, sagte Hegeringleiter Hans Blome auf der Frühjahrsversammlung des Hegerings Altenoythe in der Gaststätte Dumstorff. „Gegenüber dem Vorjahr mit 117 Abschüssen ist der Einbruch schon eklatant und erinnern wir uns an das Jagdjahr 2004/2005, als 707 Abschüsse zu Buche standen, versteht man die Welt nicht mehr und fragt sich nur noch: Wohin driften wir?“ Weiter betonte der Hegeringleiter: „Für die Kükenaufzucht können wir nur auf eine günstige Witterung und viele Insekten hoffen, damit sich der Fasanenbestand etwas erholen kann.“

Beklagt wurde auch die große Fallwildzahl von 43 Tieren beim Rehwild, die mit 25,6 Prozent viel zu hoch sei. Er forderte die Waidmänner auf, die Abschüsse insbesondere beim weiblichen Rehwild und in Straßennähe unbedingt zu tätigen. Wildunfälle seinen gefährlich und könnten Menschenleben kosten.

Die revierübergreifende Taubenjagd sei hervorragend gelaufen, so dass für die im Aufbau befindliche Weihnachtsbeleuchtung in Altenoythe 400 Euro zur Verfügung gestellt werden konnten.

Bei der Gehörnschau würdigte Blome, dass die Trophäenwand mit kapitalen Böcken bestückt sei, so starke Böcke habe man noch nie präsentieren können. Mit den erlegten Böcken von vier Jahren und älter liege man mit 26 Prozent im Hegeziel. Besonders gut wurde ein zehnjähriger Bock bewertet. Den Eingriff bei den zwei- und dreijährigen Böcken kritisierte Blome mit 41 Prozent als zu hoch, und bei den Jährlingsböcken sei der Abschuss mit 33 Prozent zu gering gewesen. Für die wertvollste Trophäe wurde Heinz Block mit der Goldmedaille ausgezeichnet, Hans Schnarhelt mit der Silbermedaille und Klaus Hinrichs sicherte sich Bronze.

Im Streckenbericht verwies der Hegeringleiter auf 168 Stück Rehwild (79 Böcke und 89 Ricken), im Vorjahr wurden 136 Stück Rehwild gestreckt, Schwarzwild 1 (Vorjahr 0), Hasen 102 (117), Kaninchen 66 (50), Fuchs 80 (76), Baummarder 6, Steinmarder 9 Iltis 11, Dachs 7 (6), Fasan 37 (107), Rebhühner 0, Ringeltauben 249 (429), Stockenten 232, Graugänse 41 (22), Nilgänse 12, Krähen 251, Elstern 66, Nutria 13.

Kassenwart Heinz Block konnte auf einen gesunden Kassenbestand verweisen. Naturschutzobmann Hermann Wreesmann forderte dazu auf, Grün- und Brachstreifen anzulegen sowie zu einer verstärkten Raubwildbekämpfung. Schießobmann Stefan Göken lobte die gute Beteiligung am Hegeringschießen. Hundeobmann Helmut Lübbers verwies auf die Anleinpflicht für Hunde seit dem 1. April. Bläserobmann Ewald Lammers informierte über fünf Neuzugänge sowie über 26 aktive Bläser. Theo Meyer, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, berichtete beispielsweise über die Homepage des Hegerings.

Bei den Vorstandswahlen wurde Hans Blome für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Der stellvertretende Hegeringleiter Helmut Lammers kandidierte nach 16 Jahren nicht erneut, für ihn wurde Markus Blome gewählt. Kassenwart: Heinz Block, Schriftführerin: Andrea Lammers, Schießobmann: Stefan Göken, Bläserobmann: Ewald Lammers, Naturschutzbeauftragter: Hermann Wreesmann Öffentlichkeitsarbeit: Theo Meyer; Hundeobmann Helmut Lübbers kandidierte nicht erneut, sein Nachfolger wurde Christian Hogartz.

Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörten die Ehrungen. Zu Ehrenmitgliedern wurden Wilhelm Meyer und Ulrich Dahms ernannt. Für 40-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdschutzverband wurde Hermann Harmdierks und für 25-jährige Mitgliedschaft Matthias Werner, Richard Hardenberg und Martin Möller-Render ausgezeichnet.