NORDENHAM - Die lange Einkaufsliste hält sie in der Hand, der Schlitten ist mit Geschenken vollgepackt, es ist Heiligabend, fünf vor 12 Uhr, und noch immer will der Weihnachtsstress kein Ende nehmen. Eine Schaufensterpuppe platziert in einer aufwendig gestalteten Kulisse haben Mitglieder der Nordenhamer Kolpingfamilie zur Aktion Nordenhamer Adventskalender beigesteuert. Und die rund 30 Besucher, die am Dienstag bei nasskaltem Wetter die Enthüllung des Fensters vor der Post verfolgten, waren sichtlich angetan.
Nachdem der Nordenhamer Posaunenchor das Publikum mit einem Weihnachtslied auf die Zeremonie eingestimmt hatte, las Alina Elsner, die Vorsitzende des Nordenhamer Jugendparlaments, eine Geschichte von Iris Hornbostel vor, die ebenfalls Weihnachtsstress zum Thema hatte. Es ging um eine Frau, die in weiser Voraussicht schon im Sommerschlussverkauf die Weihnachtsgeschenke besorgt hatte. Nun steht ihr der Schweiß auf der Stirn, weil sie doch tatsächlich vergessen hat, wo sie die Geschenke versteckt hat. Also wirft sie sich noch einmal Einkaufsgetümmel. Als der erneute Einkauf erledigt ist, ruft jene Freundin an, der sie die Geschenke zur Verwahrung anvertraut hatte. Dumm gelaufen.
Erika Saßerath, die das Projekt der Kolping-Familie geleitet hatte, sagte dazu: „Gott gab die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt.“ Dieses Motto sollte sich manch einer in der Vorweihnachtszeit zu Herzen nehmen.
