NORDENHAM - Die Richtkrone weht seit Mittwoch über dem neu errichteten Schützfelder Tor an der Bernhardstraße. Das Blumengebinde trugen die beiden Mädchen Larissa Grebe und Hannah Lorenz zum Festplatz. Den Richtspruch hielt Johann Görlich.
Der Zimmermann erinnerte vor gut 50 Zuhörern, darunter viele freiwillige Helfer, an das Engagement von Jürgen Keup. Dieser hatte den Nachbau des 1961 abgerissen Tores angeregt und mit seiner Idee Sponsoren begeistert.
Nach den Worten des Vorsitzenden des Fördervereins ehemaliger Kulturgüter Nordenham, Jürgen Keup, sind rund 1,6 Tonnen Metall für das Tor verbaut worden. Davon benötigten die Handwerker etwa 450 Kilogramm für das Fundament. 4200 Steine verbauten die Maurer. Der Bedarf an Beton war ebenfalls groß: 12,5 Tonnen wurden benötigt.
Mit dem Tor zu Gut Schützfeld ist ein kleines Stück Nordenhamer Geschichte wieder in den Focus gerückt. 1746 war das Gut eingedeicht und zur Nutzung vorbereitet worden. Das Tor war vermutlich 1757 entstanden. Diesen Rückschluss erlaubt eine Jahreszahl, die auf älteren Fotos zu erkennen war.
Die Bauarbeiten dauern noch eine Weile an. Sie sollen laut Jürgen Keup bis Ende Juni beendet ein. Rund ums Tor wollen die Torbauer noch eine kleine Fläche pflastern.
