Nordenham - Sie drehten erst spät auf, aber gerade noch rechtzeitig: Die Weser-Ems-Liga-Handballer der HSG Blexer TB/SV Nordenham haben am Sonnabend ihr Heimspiel gegen den SV Eintracht Wiefelstede dank einer starken Schlussphase mit 23:21 (11:14) gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Christoph Holitschke siegte damit zum zweiten Mal hintereinander. „Ich weiß gar nicht genau, wann uns das zum letzten Mal gelungen ist“, sagte der Coach.
Das Negative: Schwächen offenbarten die Nordenhamer sowohl vorne als auch hinten. Im Angriff unterliefen ihnen viele Fang- und Passfehler. „Da lief noch längst nicht alles rund“, so Holitschke. Gravierender fiel allerdings die mangelnde Beweglichkeit in der Abwehr ins Gewicht. Die Gäste warfen kaum aus dem Rückraum – sie wühlten sich bis zum Kreis durch, um aus der Nahdistanz zum Abschluss zu kommen. Die Hausherren haben die Lücken aber nicht rechtzeitig zuschieben können, so dass die Gegentore viel zu einfach fielen. Bis weit in die zweite Hälfte hinein lief die HSG einem Rückstand hinterher.
Das Positive: Die Gastgeber steigerten sich rechtzeitig. Gerade in der Deckung packten sie ab der zweiten Halbzeit besser zu. Des Öfteren half auch Torhüter Rene Strahlmann, der eine bärenstarke Partie ablieferte. Den verletzungsbedingten Ausfall von Malte Clari (23.) steckte das Team gut weg. Bei einer Abwehraktion bekam er unbeabsichtigt den Fingernagel seines Gegenspielers quer durch das Gesicht gezogen und musste ausgetauscht werden. Im Angriff ersetzte ihn Hauke Stöcker auf der Spielmacherposition hervorragend.
Die Schlussphase: Neun Minuten vor dem Ende lagen die Nordenhamer noch mit 18:20 hinten. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Lukas Patzke – insgesamt fünffacher Torschütze – das 21:20. Dann machte sich die Routine Stöckers bemerkbar. Er verwandelte erst einen Siebenmeter zum 22:20, um kurz darauf einen Tempogegenstoß zum 23:20 zu versenken. Der Gegentreffer zum 23:21 brachte den Erfolg nicht mehr in Gefahr.
Fazit: „Die Mannschaft hat sich mit einer tollen Leistung in der zweiten Hälfte selbst belohnt“, sagte Holitschke. Die Abwehr und Torwart Strahlmann seien die Garanten für den Sieg gewesen.
HSG: Strahlmann, Tieding – Stöcker (8/2), Stuhrmann (5), Patzke (5), Cordsmeier (2), Goslawski (2), Geil (1), Clari, Böger, Mehrtens, Palm, Arens.
Spielstationen: 3:4 (11.), 9:9 (20.), 11:14 (30.), 12:16 (38.), 18:20 (51.), 22:20 (57.), 23:21 (60.).
