NORDENHAM - Die Johanniter aus dem Ortsverband Nordenham haben beim Landeswettkampf Niedersachsen/Bremen in Otterndorf mit starken Leistungen überzeugt. Die Nordenhamer erreichten den sechsten Platz bei den A-Mannschaften für Sanitätshelfer ab 16 Jahre. Die vorderen Ränge belegten erfahrene Teams aus dem Großraum Hannover.
Über acht Wochen hatten sich Melanie Habel, Klara Lisner, Fabian Lübken, Rabea Müller, Marco Raßmann, Steffanie Rohde und Kevin Walica auf den Wettbewerb vorbereitet. Neben einem Wissenstest und einer Prüfung in Herz-Lungen-Wiederbelebung bewältigten die Helfer in Otterndorf eine Diagnose-Aufgabe und eine Notfallübung. Zuletzt galt es, eine beschwerte Patiententrage durch einen anspruchsvollen Parcours zu manövrieren.
Insgesamt 55 Mannschaften aus ganz Niedersachsen und Bremen waren in fünf Kategorien angetreten. Für die Kategorie der Nordenhamer simulierte ein Team aus Oldenburg einen Grillunfall mit mehreren Verletzten. Mit Unterstützung ihrer beiden Trainer Stefan Onken und Matthias Schlitzke präsentierten die Nordenhamer Johanniter eine fachgerechte Versorgung unter den kritischen Augen der Schiedsrichter.
Zu den Unparteiischen gehörte auch der Ortsbeauftragte der Johanniter aus Nordenham, Markus Wedemeyer. Der Notarzt und Fachausbilder übernahm die Leitung der Wettbewerbsstation „Praxis A“ und bewertete zusammen mit drei weiteren Ausbildern aus Oldenburg und Wunstorf die Mannschaften. „Wir haben beeindruckende Leistungen bei einem sehr anspruchsvollen Szenario gesehen“, sagte der 32-Jährige anerkennend. Insgesamt wurden 20 Kriterien der Versorgung bewertet, von der Eigensicherung über die engmaschige Überwachung der Vitalfunktionen bis hin zur guten psychischen Betreuung.
Unter den mehr als 1000 Teilnehmern des Wettkampfes feuerten auch die Schlachtenbummler Tina Brenneis, Alexander Drescher, Tobias Patzke und Thimo Schindler die Nordenhamer an und jubelten am Abend mit anderen Mannschaften aus dem Regionalverband Weser-Ems über die Platzierungen.
Die Siegerehrung übernahm Ministerpräsident David McAllister. „Allen, die sich schon in jungen Jahren als Ersthelfer oder im Schulsanitätsdienst zur Verfügung stellen, spreche ich meinen besonderen Dank aus“, sagte der Schirmherr der Veranstaltung. Der Einsatz im Rettungsdienst und Katastrophenschutz sei ein „großartiges Beispiel für gelebten Gemeinsinn“ und für unsere Gesellschaft unverzichtbar.
