NORDENHAM - Steigende Mitgliederzahlen und Lob von allen Seiten für das vielfältige Gesundheitsprogramm: Eigentlich könnte sich der Vorstand des Kneipp-Vereins Nordenham im Jubiläumsjahr zufrieden und entspannt zurücklehnen. Doch für den 1. Vorsitzenden Gerold Barre und seine Mitstreiter kommt es nicht in Frage, die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil: „Ich möchte, dass die Wesermarsch zur Kneipp-Region im Norden wird“, sagte Gerold Barre am Sonnabend bei der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Vereins. Ihm schwebt eine enge Zusammenarbeit aller Kneipp-Gruppen im Landkreis vor. Zudem strebt Gerold Barre an, dass immer mehr Kindergärten nach den Kneipp-Lehren arbeiten und der Landkreis dafür eine finanzielle Unterstützung gewährt.
Musik mit Saitenhieben
Bei der Festveranstaltung in der Friedeburg bekam der Verein nicht nur viele Glückwünsche zum runden Geburtstag, sondern auch große Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement im Dienste der Gesundheit ausgesprochen. Zu der Jubiläumsfeier waren rund 200 geladene Gäste gekommen. Für die musikalische Unterhaltung zwischen den Ansprachen sorgten die Ruhwarder Saitenhiebe, zu denen Hannelore Müchler, Kathrin Torkel, Dominique Wempe, Bernd Bultmann und Uwe Kessens gehören. Vorsitzender Gerold Barre zeigte sich „überwältigt vom großen Zuspruch“ zum Vereinsjubiläum.
Nachdem die Geschäftsführerin Christel Barre die Entwicklung des Vereins von den Anfängen bis zur Gegenwart vorgestellt hatte, übernahmen die Grußredner das Mikrofon. Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Hans Francksen, Landrat Michael Höbrink, Landtagsabgeordneter Björn Thümler und Kreissportbund-Vorsitzender Wilfried Fugel sowie von der Kneipp-Vereinigung die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen, Helga Wißmann, der Vize-Präsident des Kneipp-Bundes, Robert Ruffing, und der stellvertretende Vorsitzende des Kneipp-Bund-Beirates, Hans-Werner Anell.
Helga Wißmann und Robert Ruffing zeichneten den Nordenhamer Vereinsvorsitzenden Gerold Barre für sein langjähriges Engagement mit dem Verdienstabzeichen des Landesverbandes aus. Gerold Barre steht seit 28 Jahren an der Spitze des Nordenhamer Vereins und ist seit 2005 der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen. Zudem arbeitet er als Vizepräsident im Vorstand des Kneipp-Bundes mit, der deutschlandweit der Dachverband ist.
Urkunde des Sportbundes
Eine Ehrung nahm auch Kreissportbund-Vorsitzender Wilfried Fugel vor. Er überreichte eine Urkunde zum Vereinsjubiläum und hob die „hervorragenden Verdienste“ der Kneippianer um den Sport hervor. Wilfried Fugel machte deutlich, dass im Sport nicht nur der Wettbewerbsgedanke zähle, sondern ebenso das „körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden“. Und da gebe es eine enge Verbindung mit der Kneipp-Bewegung.
Bürgermeister Hans Francksen sagte, dass die Nordenhamer stolz auf den Kneipp-Verein sein könnten. Mit ihren vielen Aktivitäten seien die Kneippianer aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken. Mit einem Hinweis auf das umfangreiche Kursprogramm, das auch auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet ist, räumte der Bürgermeister mit dem Klischee auf, die Kneipp’sche Lehre bestünde allein aus Wassertreten und sei nur etwas für ältere Leute.
Rolf Wöbbeking, Beiratsmitglied im Landesverband, hielt einen Festvortrag über die Entwicklung und Zukunft der Kneipp-Bewegung. Dabei betonte er, dass die Bedeutung des Themas Gesundheit immer mehr zunehmen werde. Für Prävention und Naturheilverfahren nach Kneipp rechnet er mit einer wachsenden Nachfrage. Wichtig sei, dass die Kneipp-Vereine vor Ort attraktive Angebote vorhalten. „Die Vereine sind das Herzstück und der Motor der Entwicklung“, sagte Rolf Wöbbeking.
Fünf Säulen für ein gesundes Leben
