NORDENHAM - Die Sportwelt hat derzeit nur Augen für ein Land: China, wo seit dem vergangenen Freitag die olympischen Spiele stattfinden. Auch Emilia Guo, deren Eltern das chinesische Restaurant Ni Hao an der Friedrich-Ebert-Straße gehört, hat sich vom Olympia-Fieber anstecken lassen. „Wir sehen uns mit der gesamten Familie die Wettkämpfe im Fernsehen an“, sagt die 19-Jährige. Zusätzliche Informationen besorgt sie sich aus dem Internet. „Dort erfährt man auf den chinesischen Webseiten allerdings mehr als auf den deutschen“, sagt sie.

Ihre Eltern, ihr Bruder und sie freuen sich, dass ein so großes Sportereignis in ihrem Heimatland stattfindet. „Früher war China nicht so modern, jetzt hat es sich entwickelt, und das macht einen schon ein bisschen stolz“, sagt Emilia Guo. Im Restaurant wird die Familie auch von den Gästen auf die olympischen Spiele angesprochen. „Besonders die Eröffnungsfeier hat ihnen gefallen“, weiß die 19-Jährige.

Einige ihrer Verwandten, die auch in Deutschland leben, sind zu den Spielen nach China gereist. Emilia Guos Cousine Lini Ma (25) wirkt in der ARD-Sendung „Waldi & Harry“ mit, die von Sportkommentator Waldemar Hartmann und Kabarettist Harald Schmitt moderiert wird. Lini Mas Aufgabe ist es, den Zuschauern die chinesische Kultur nahezubringen. Emilia Guo und ihre Cousine stehen über das Internet miteinander in Kontakt. „Ihre Arbeit ist stressig, aber es macht ihr auch Spaß“, sagt die 19-jährige Nordenhamerin.

Sie und ihre Familie hoffen, dass China bei den olympischen Spielen die meisten Medaillen gewinnt. „Die Chinesen sind im Tischtennis, Volleyball und Geräteturnen gut“, weiß Emilia Guo.

Sie selbst ist erst ein einziges Mal in China gewesen und kann sich kaum noch daran erinnern. Ihre Eltern fahren häufiger in ihr Heimatland, um Verwandte zu besuchen. „Während der olympischen Spiele gibt es dort auch Public-Viewing-Veranstaltungen“, sagt ihre Mutter Shung Cheng Li.