NORDENHAM - „Und jetzt will ich hören, wie die ganze Schule rockt“, rief Sportlehrer Karsten Specht in die Menge. Anschließend spielte die Schulband des Gymnasiums „We are the Champions“. Und die Sportler, die sich auf der Bühne in der Schulstraße versammelt hatten, genossen die Heldenhymne, die immer dann angestimmt wird, wenn es großartige Leistungen zu feiern gibt.
Das Gymnasium hatte am Freitagvormittag doppelten Grund zum Feiern. Es wurde ein roter Teppich für die erfolgreichen Sportler der vergangenen Wochen ausgerollt. Durch das Spalier ihrer Mitschüler lief die Turnriege von Sportlehrer Wolfgang Stelling ein, die im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ Bundessieger geworden war (dieNWZ
berichtete). Außerdem bekam Jaqueline Rowold den verdienten Applaus. Sie hatte bei den Taekwondo-Europameisterschaften in Schweden eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen (dieNWZ
berichtete ebenfalls).Die Turner hatten sich beim Bundesfinale in Berlin gegen die Vertreter aus neun weiteren Bundesländern durchgesetzt. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir Erster werden“, ließ Wolfgang Stelling den spannenden Wettkampf noch einmal Revue passieren. In zwei von vier so genannten Gerätebahnen siegte die Nordenhamer Mannschaft. Auf einer standen die Disziplinen Schwebebalken, Boden und Parallelbarren auf dem Programm. Auf der anderen ging es unter anderem um das Synchronturnen. Zum Team gehörten Markus Meyer, Daniel Hein, Lukas Höpken, Julia Bentink und Sarah Hemme. Unter der Leitung von Wolfgang Stelling verwiesen sie den bayrischen Vertreter aus Ursberg auf den zweiten und den baden-württembergischen Vertreter aus Buehl auf den dritten Platz.
Geschenke und Glückwünsche gab es von Schulleiter Klaus-Dieter Laske sowie vom stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Thomas Passmann. Sportlehrer Stefan Tönjes erinnerte daran, dass vor ziemlich genau 20 Jahren das letzte Mal ein Team des Gymnasiums den Bundessieg nach Nordenham geholt hatte. Damals waren es die Handballer. In den Siebzigern war dieses Kunststück schon einmal einer Schwimmriege des Gymnasiums gelungen.
