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Soziales Lions-Club für Frauen am Start

Jens Milde

NORDENHAM - Die Wesermarsch bekommt einen weiteren Serviceclub. 20 Frauen, größtenteils aus Nordenham und Butjadingen, haben jetzt den Lions-Club Wesermarsch Emy Rogge gegründet.

In einer offiziellen Zeremonie wird der Club an diesem Sonnabend, 11. September, aus der Taufe gehoben. In der Hahnenknooper Mühle in Hartwarderwurp wird der Lions-District-Governor Professor Dr. Heinz-Jürgen Scheibe aus Ritterhunde die so genannte Charter-Urkunde überreichen. Damit ist der Club offiziell bei den Lions aufgenommen.

Zur Präsidentin des Clubs ist bereits Erika Mayer gekürt worden. Die beiden Vizepräsidentinnen sind Alexa Wiekand und Maike Harbers-Bahr. Isabell Hagelstein fungiert als Sekretärin, und Meike Peters kümmert sich um die Finanzen.

In Nordenham gab es bisher nur einen Serviceclub für Frauen, und zwar den Ladies’ Circle. Erika Mayer war dort selbst einmal Mitglied. Dort können Frauen allerdings nur bis zum 45. Lebensjahr mitwirken. Anschließend müssen sie – wie Erika Mayer auch – aus dem Club ausscheiden.

Keine Altersgrenzen

Beim Lions-Club Wesermarsch gibt es solche Altersgrenzen nicht. Der Club will nach den Worten von Erika Mayer gemeinnützige Aktionen unterstützen und hat bereits ein erstes Projekt ins Auge gefasst. Dabei handelt es sich um das Kunstprojekt „Fit for Life“ der Förderschule am Siel in Atens. Alle Klassen der Schule sind daran beteiligt. Es geht darum, Bewegung mit künstlerischen Mitteln darzustellen. Die Ergebnisse werden vor den Osterferien im nächsten Jahr beim Kunstverein Nordenham ausgestellt.

Namensgeberin des neuen Lions-Clubs ist die 1866 in Schweewarden geborene Künstlerin Anna Emilie Clara Rogge. Sie hat Zeit ihres Lebens von ihrer Kunst gelebt. Emy Rogge besuchte die Malerschulen von Paul Müller-Kaempff und Georg Müller vom Siel in der Künstlerkolonie Dötlingen und von Gerhard Bakenhus in Kreyenbrück, alle drei renommierte Landschaftsmaler. Ab 1902 arbeitete Emy Rogge im Berliner Kaiser-Friedrich-Museum, dem heutigen Bode-Museum, und kopierte Alte Meister. Zusammen mit ihrem Bruder Cornelius richtete sie sich 1922 in der Nähe von Worpswede eine Radierwerkstatt ein. Ihre kolorierten Radierungen verbreiteten sich auch auf Postkarten. Bevorzugte Motive ihrer Bilder waren Flussläufe und Bauernkaten.

Musik und Tombola

Der feierliche Festakt mit der Übergabe der Charter-Urkunde wird musikalisch vom klassischen Ensemble „Extra-Trio“ begleitet. Außerdem stehen eine Besichtigung des Bronzezeithauses und eine Tombola zugunsten des ersten Serviceprojekts auf dem Programm.

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