NORDENHAM - Nordenham ist selten genug Schauplatz einer Deutschen Meisterschaft, doch am Sonnabend war es endlich soweit: Der Dojang-Center durfte die nationalen Titelkämpfe im Taekwondo in der Sporthalle Mitte ausrichten und heimste von allen Seiten viel Lob ein (siehe Bericht unten auf der Seite). Zum Gelingen der Veranstaltung trugen auch die Athleten bei, die die Zuschauer mit ihren Darbietungen in den Bann zogen.

Ein Großteil des Publikums hatte den Taekwondo-Sport bisher nur am Rande verfolgt. Doch nach dem Besuch der Deutschen Meisterschaften in Nordenham dürfte sich dies ändern. Sabine Ahlhorn hatte zum Beispiel zum ersten Mal zugesehen. Sie war sehr angetan. „Ich fand die verschiedenen Kampftechniken sehr interessant. Es war auch spannend zu sehen, wie die Kampfrichter ihre Punkte verteilen“, sagte die aufmerksame Beobachterin.

Auch Stefan Tönjes, Sportlehrer am Nordenhamer Gymnasium, war begeistert. „Wahnsinn, was die Teilnehmer für eine Disziplin haben müssen. Die sind alle total austrainiert.“ Dass diese Veranstaltung überhaupt nach Nordenham vergeben wurde, darüber freute sich Markus Rahms. „Ich habe selbst für ein paar Jahre Taekwondo betrieben. Daher finde ich es toll, dass es dem Dojang-Center gelungen ist, die Titelkämpfe hierher zu holen.“

Über das Niveau waren sich die Fachleute allerdings nicht ganz einig. Bundestrainer Harry Vones erklärte dies mit einigen Verletzungen, die sich mehrere Athleten im vergangenen Monat bei der Europameisterschaft in Bratislava zugezogen hatten.

Dennoch gab es viele tolle Wettkämpfe auf hohem Niveau. „Besonders bei den Männern in der Disziplin Kampf gab es hochklassigen Sport zu sehen“, sagte Vones. Über eine Neuauflage in den kommenden Jahren würde sich das Nordenhamer Publikum jedenfalls freuen.