Nordenham - Beim 22. Auffarth-Red-Cup des Tennisklubs Nordenham hat es am Wochenende Kinder gegeben, die nach einer Niederlage so traurig waren, dass sie die Halle weinend verließen. Andere nahmen ihr Ausscheiden gelassener hin. Gemeinsam hatten aber alle Spielerinnen und Spieler des Kleinfeld-Turniers eines: Sie waren mit Begeisterung dabei und hatten auch außerhalb des Spielfeldes viel Spaß. Und bei denen, die verloren hatten, legte sich die Enttäuschung schnell. Sie wurden von ihren Eltern oder Trainern getröstet und für ihren Einsatz gelobt. Gewinnen ist in den Altersklassen U 7 bis U 9 schließlich nicht das Wichtigste. Entscheidender ist die Entwicklung der jüngsten Tennisspieler und -spielerinnen.
Aus Wesermarsch-Sicht war die U-9-Konkurrenz bei den Jungen die erfolgreichste. Tom Fitschen vom TK Nordenham wurde Dritter, weil er im kleinen Finale seinen Vereinskollegen Johannes Menze mit 4:3, 2:4 und 7:5 besiegte. In der Vorrunde wurden beide jeweils Gruppen-Zweite mit zwei Siegen und einer Niederlage.
Finale verpasst
Die Endrunde verpasste Max Wettich vom SV Brake nach drei Niederlagen in der Vorrunde, unter anderen auch gegen Johannes Menze. Tom und Johannes gewannen ihre Spiele im Viertelfinale jeweils knapp. Im Halbfinale waren aber beide chancenlos und verpassten jeweils durch 1:4, 0:4-Niederlagen den Einzug in das Finale. Tom Fitschen unterlag Bendix Alexander Drost vom TC Lilienthal. Johannes Menze zog gegen den späteren Cup-Sieger Linus Heubach (TC BW Delmenhorst) den Kürzeren.
Bei den Junioren U 8 war das Feld am stärksten besetzt – ohne Wesermarsch-Teilnehmer. Der Vorjahres-Zweite Carl Oskar Grohbrüg vom TC BW Scheeßel sorgte für Furore und setzte sich gegen Lenn Kloster vom TV Bierden durch. In sechs Matches gab er nur fünf Spiele ab. Dritter wurde JWH-Regionsmeister Lasse Kubica vom TC BW Delmenhorst vor Aage-Rodriguez Hölsken (Jade TG Wilhelmshaven).
Noah Wagner vom TKN sammelte in der U-7-Konkurrenz in vier Gruppen-Spielen Wettkampfpraxis, verpasste aber das Viertelfinale. Die Konkurrenz gewann Felix Henk vom Beckedorfer TC vor Julian Schwering (Nindorfer TC). Dritter wurde Josz Jurys vom TC Lilienthal.
Zwei Siege für Thea
Bei den Juniorinnen am Sonntag nahmen drei Mädchen aus der Wesermarsch teil. In der zusammengelegten U-8/U-7-Konkurrenz spielte Thea Kreutzmann vom SV Brake. Die Dritte der JWH-Regionsmeisterschaften überstand mit zwei Siegen und zwei Niederlagen die Vorrunde und qualifizierte sich als Gruppen-Dritte für das Achtelfinale, in dem sie sich knapp in drei Sätzen gegen die Bremerin Franziska Lemke (Club zur Vahr) durchsetzte. Im Viertelfinale scheiterte sie nach harter Gegenwehr an der späteren Siegerin Pauline Janssen vom Oldenburger TeV mit 2:3 und 2:3. Pauline, die auch JHW-Regionsmeisterin ist, schaltete im Halbfinale die an Position eins gesetzte Anna Lena Rathert vom Osnabrücker TC aus, die später Dritte wurde. Im spannendsten Endspiel des ganzen Turnieres gewann sie gegen Lotta Meyer vom TV Bierden mit 2:3, 3:2 und 8:6.
Bei den U-9-Juniorinnen trafen Anneke Wachtendorf vom TKN und Laura Marie Wobker (SV Brake) in den Gruppen-Spielen aufeinander. Anneke gewann mit 3:0 und 3:2. Da beide sonst keine anderen Erfolge aufweisen konnten, verpassten sie die Endrunde und spielten in der Nebenrunde weiter. Anneke gewann ihr erstes Spiel glatt gegen Safa Siam (TC Köthen). Im Finale der Nebenrunde scheiterte sie mit 2:3 und 2:3 an Emma Mestermann (Club zur Vahr), die zuvor Laura Marie Wobker geschlagen hatte. Auch in der Hauptrunde setzte sich eine Spielerin vom Club zur Vahr durch. Die Dritte des Vorjahres, Lilly Luise Schreiber, gewann zur Freude ihrer Vereinstrainerin, der früheren TKNerin Nadine May, gegen die JWH-Vize-Regionsmeisterin Anna Haskamp vom TC Edewecht das Finale. Dritte wurde Sophie Büssing vom TV Visbek vor Carla Balep Ntamag (Bremer TV von 1896).
47 Junioren und 23 Juniorinnen hatten teilgenommen. 68 der 70 Kinder kamen aus dem Gebiet des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB). Die Tennisregion Bremen war mit 27 Kindern am stärksten vertreten – noch vor der heimischen Region Jade-Weser-Hunte mit 25 Teilnehmern. Danach folgten die Regionen Oldenburg-Münsterland (6), Süderelbe (3), Dollart-Ems-Vechte, Osnabrück und Hannover mit je zwei Meldungen. Zwei Kinder kamen vom TC Köthen (Tennisverband Sachsen-Anhalt).
Die Turnierleiter waren trotz geringerer Teilnehmerzahlen zufrieden. „Wir haben viel Lob erhalten. Das Niveau hat auch gestimmt, trotz einiger Konkurrenz-Veranstaltungen in benachbarten Regionen“, sagte Rolf Hübler. Die vielen Helfer und die vereinseigenen Schiedsrichter sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Turniers und dafür, dass sich Kinder sowie Eltern wohlfühlten.
