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Tennis Luisa Auffarth mit tollem Erfolg

Steffen Trumpf

NORDENHAM - Neben den großen Weltranglisten-Turnieren gibt es weltweit nur ein einziges Turnier, bei dem sowohl Boris Becker und Steffi Graf als auch Tommy Haas, Philipp Petzschner und weitere aktuelle deutsche Topspieler erfolgreich waren: in Detmold. Die 70 000-Einwohner-Stadt richtet alljährlich gemeinsam mit mehreren Nachbarstädten das Nationale Deutsche Jüngsten-Tennisturnier (NDJTT) aus, das noch heute als inoffizielle deutsche Meisterschaft der Altersklassen U 9 bis U 12 gilt.

Bestens organisiert

Bis zu 128 Kinder pro Feld starten in den vier Altersklassen. Vom Einspielen um sieben Uhr in der Frühe bis zur „Players-Party“ ist bei dem größten deutschen Jüngstenturnier alles so organisiert wie bei einem großen Grand Slam-Turnier in Melbourne, Paris, London oder New York.

Und hier wird Luisa Auffarth von Tennisklub Nordenham einfach ’mal Dritte.

Bei ihrer ersten Teilnahme am Turnier konnte sich die gebürtige Burhaverin überraschend bis ins Halbfinale der Pokalrunde vorspielen und war nach Gesamtsiegerin Marleen Tilgner vom Hittfelder TC die beste niedersächsische Starterin in ihrer Altersklasse. Die Pokalrunde ist die erste von insgesamt drei Nebenrunden, die für die Verlierer der Hauptrunde ausgespielt werden, doch jede dieser Pokalrunde ist besser besetzt als die meisten offenen Turniere in Deutschland. Grund: Alle Bundesländer schicken ihre besten Spielerinnen und Spieler zum NDJTT. Wer hier gewinnt, hat große Chancen, später eine der besten zu werden – nicht nur deutschland-, sondern weltweit.

Dass Luisa als erste Wesermarschlerin seit Steffen Trumpf vor genau zehn Jahren es schaffte, einen der begehrten Pokale mit nach Hause zu nehmen, wertet auch sie selbst als ein tolles Ergebnis: „Das ist mein größter Erfolg bislang“, berichtete die Zwölfjährige stolz.

Gemeinsam mit ihrem Vereinstrainer Jens Kuhle und fünf weiteren Nachwuchsspielern des TK Nordenham war Luisa nach Nordrhein-Westfalen angereist. Wie die voraus gefahrenen Eltern auskundschafteten, eignete sich die Anlage des TC BW Lemgo als die beste Möglichkeit zum Zelten.

Der Turnierstart verlief am frühen Morgen zufrieden stellend: In der ersten Qualifikationsrunde für das Hauptfeld setzte sich die zwölfjährige Nachwuchsspielerin mit 6:0 und 6:0 gegen die Lokalmatadorin Maja Diekjobst (TC RW Detmold) durch, ehe sie in der entscheidenden Partie gegen Diana Rust (SC Brandenburg) zum ersten Mal spürte, dass nicht nur Profis mit fragwürdigen taktischen Mitteln arbeiten: Luisa konnte gegen die Drittgesetzte Rust gut mithalten und wurde von Aufschlagsspiel zu Aufschlagsspiel stärker, ehe ihre Gegnerin plötzlich Kopfschmerzen bekam und eine lange Verletzungspause nahm.

Ärger über Gegnerin

„Das war ein doofes Spiel. Diana hat ein Riesen-Theater gemacht, der Trainer kam auf den Platz und so weiter. Danach hat sie plötzlich megagut gespielt. Das geht mit richtigen Kopfschmerzen doch eigentlich nicht, oder“, fragte sich Luisa.

Nach diesem Match drehte die TKN-Akteurin aber erst so richtig auf. „Eine unglaubliche Leistungssteigerung“, fand auch TKN-Coach Jens Kuhle. Es folgten drei Spiele, in denen Luisa einen richtig klanghaften Namen aus dem Turnier nahm. „Unter anderem schlug sie Martina Navratilova. Das ist kein Witz. Die hieß wirklich so“, stellte Trainer Kuhle fest. Ein 7:6, 6:4 im Viertelfinale gegen Paula Wilke (TC Kaiserswerth) ließ sie ins Halbfinale einziehen, das sie nach drei sehr wechselhaften Sätzen mit 1:6, 6:3 und 1:6 gegen Sara Laudenbach (TC Haag) verlor.

„Das Turnier hat mir riesigen Spaß gemacht. Es war gut, auch einmal gegen andere zu spielen. Hier im Bezirk kennt man ja irgendwann seine Gegnerinnen“, stellte Luisa nach dem letzten Turniertag stolz fest.

Auch das Zelten mit ihren Teamkollegen und Freunden Martin Reinstrom, Kjell Behnke sowie Julia, Niklas und Daniel Eppler machte das Turnier zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

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