NORDENHAM - Christopher Brandau steht in der TKN-Halle und beobachtet das Spiel von Stefan Diekmann. „Wir müssen sehen, wie er den Anschluss schafft“, sagt er am Rande des Vorbereitungsspiels gegen den Farmsener TV, das er gemeinsam mit seinem Ex-Teamkollegen Frank Malcharek, der nun für den Hamburger Klub aufschlägt, organisiert hat. Malcharek hat Diekmann kurz vor einer Niederlage, doch am Ende reißt der TKN-Akteur das Match noch mit 3:6, 6:4 und 7:5 herum.

Um kurz vor Saisonstart schon einmal Wettkampfluft zu schnuppern, kommt den Ersten Herren des TK Nordenham dieses Freundschaftsspiel – es endet 5:1 – gerade recht. Alle Spieler sind studien- und berufsbedingt keine Turnierspieler mehr und werden es sehr schwer haben in der Landesliga. Man müsse abwarten, wie die Gegner anreisen. „Wenn die in der Top 4 antreten, können wir nur unsere mannschaftliche Geschlossenheit entgegenstellen."

Die Erste Herren des TKN ist in diesem Jahr eines von sieben Teams aus der Wesermarsch, die am Punktspielbetrieb in der offenen Klasse teilnehmen. Während der TKN II in der bärenstarken Bezirksliga 1 aufschlägt, kommt es in den unteren Ligen gleich zu mehreren Duellen zwischen den Nordenhamer Vereinen: Der Blexer TB, der SV Nordenham und der TKN wollen in diesem Jahr die 1. Damenbezirksklasse aufmischen, und auch in der Kreisliga duellieren sich wie im Vorjahr mit dem SVN und dem TKN zwei Nordenhamer Klubs.

Herausragende Bezirksliga

Die Ziele der Mannschaften, die alle an diesem Wochenende in die Saison starten, weichen stark voneinander ab. Für TKN-Herrencoach Brandau steht für seine ersten beiden Teams trotz der Verstärkung durch Stefan Diekmann, Robert Helek und Mathias Dammann der Klassenerhalt im Vordergrund: „Das wäre schon ein Riesenerfolg“, sagt er. Die Zweite habe eine herausragende Bezirksligastaffel erwischt.

Für das dritte Team gelte es zunächst, viel Spielerfahrung zu sammeln. Da die Mannschaft im Vorjahr auf den Aufstieg verzichtet hatte, kommt es am Sonntag, 7. Februar, erneut zu einem Derby mit dem SVN. Der gibt sich durchaus kämpferisch: „Ich rechne mit einem Sieg gegen den TKN“, sagt SVN-Mannschaftsführer Maximilian Eger. Die entscheidende Variable wird jedoch sein, wie der Tennisklub gegen den Sportverein aufstellen wird. „Der TKN ist wie eine Wundertüte – da weiß man nie, wer kommt“, so Eger.

Da mit Andre Diekmann der letztjährige Leistungsträger zu den Herren 30 gewechselt ist, haben sich die SVN-Herren entschlossen, aus den zwei Mannschaften aus dem Vorwinter ein einziges Team zu basteln. „Sonst würden wir in Personalnot geraten“, erklärt Eger. Potenzial sei in dem jungen Team auf alle Fälle vorhanden.

SVN optimistisch

Nachdem die jungen Damen des SVN im vergangenen Jahr entweder für den TKN oder den TC BW Delmenhorst gespielt haben, schafften sie in diesem Jahr nach der Rückkehr von Inken Semmler den Sprung von der Jugend in den Erwachsenenbereich. Als Ziel strebt Mannschaftsführerin Magdalena Eger einen Platz unter den ersten Drei sowie einen Derbysieg an. „Gegen den TKN wird es schwer, aber in Blexen ist eigentlich ein Sieg drin.“ Dort setzt man auf eine Mischung aus erfahrenen Damen 30-Spielerinnen und Nachwuchsspielerinnen wie Mannschaftsführerin Stephanie Rieger. „Wir verstehen uns alle sehr gut hier“, sagt Rieger. Während sie bei beiden Derbys wenig Chancen sieht, gibt sich die neue TKN-Mannschaftsführerin Lia Wührmann selbstbewusst: „Wir rechnen uns gute Chancen aus aufzusteigen.“