NORDENHAM - Warum der Zwergwyandotten-Hahn, den Preisrichter Bernard Ruholl da auf dem Arm hält, mit 97 Punkten und damit der Höchstnote „Vorzüglich“ ausgezeichnet worden ist? „Das Tier hat einen schön ausgerundeten Bauch und Rücken und zeichnet sich durch Vitalität aus“, erklärt Bernhard Ruholl. Besagte Vitalität ist an dem roten Gesicht und dem „feurigen Auge“ zu erkennen. „Wenn die Tiere dagegen blass werden, dann stimmt irgendwas nicht“, sagt der Preisrichter, „wenn sie gestresst sind, nimmt die Schau-Kondition ab.“
Natürlich hat jede Rasse, die bei der 105. Vereinsschau der Geflügelzüchter ausgestellt ist, ihre speziellen Merkmale. Kein Wunder also, dass jeder der sechs Preisrichter, die am Donnerstag in der Arena die Noten vergaben, einer eigenen Rasse zugeteilt ist, die er bewertet. „Nur bei Vergabe der Höchstnote müssen zwei Richter unterschreiben“, erläutert Bernard Ruholl, „so eine Entscheidung muss abgesegnet werden.“ Die zweitbeste Note ist „Hervorragend“, danach kommen die SG-Noten, wobei SG für „Sehr gut“ steht. Seit 15 Jahren ist der Lohner schon Preisrichter mit Leib und Seele, schließlich züchtet er schon seit seiner Kindheit selbst.
Wer von den Jugendlichen die besten sechs und wer von den Senioren die besten acht Jungtiere einer Rasse und eines Farbschlags hat, der bekommt an diesem Freitag den Arena-Cup überreicht. „Um 19.30 Uhr beginnt die Eröffnungsfeier“, sagt Hans-Peter Seeland, 2. Vorsitzender des Rassegeflügelzüchtervereins Butjadingen, „dann werden die Sieger bekanntgegeben.“
Besucher sind für Sonnabend von 9 bis 18 Uhr und Sonntag von 9 bis 17 Uhr eingeladen, sich die rund 500 Tiere in der Weser-Kleintier-Arena anzuschauen.
