Nordenham - Ein Spiel dauert 60 Minuten. Diese etwas abgewandelte Weisheit vom ehemaligen Fußball-Nationaltrainer Sepp Herberger haben die Handballer der HSG Blexer TB/SV Nordenham am Sonnabend nicht verinnerlicht. Nach furioser Anfangsphase unterlag die Mannschaft von Trainer Christoph Holitschke dem OHV Aurich II daheim mit 22:25 (13:12).
„Wir sind losgegangen wie die Feuerwehr“, sagte Holitschke. Die Abwehr packte ordentlich zu und vorne saß zu Beginn fast jeder Wurf. 7:1 führten die Nordenhamer nach 13 Minuten. Doch die Luft war schnell raus, was nicht zuletzt an der harten Spielweise der Gäste lag. Aurich trat mit vier Spielern an, die bereits Drittliga-Erfahrung haben. Dort geht es rauer zu, was die HSG am Sonnabend leidvoll erfahren musste. Allein: Die teilweise rüden Aktionen blieben ungeahndet.
Somit kämpfte sich der OHV zurück in die Partie. Schon zur Pause hatte er den Rückstand beinahe egalisiert (13:12). Zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb es bis zum 19:18 für die Hausherren stets eng. Doch fünf Gegentore in Folge brachten die HSG auf die Verliererstraße. Den in dieser Phase eingehandelten Rückstand holten die Nordenhamer nicht mehr auf.
„Gegen diesen Gegner kann man ruhig verlieren“, sagte Holitschke. Mit etwas Glück hätte die Partie auch anders enden können, womit der Trainer auf die Schiedsrichterentscheidungen hinwies. Einen guten Eindruck hinterließen die beiden 17-jährigen Darius Block und Leon Uhse (beide vier Tore), denen Holitschke aufgrund der angespannten Personalsituation bei der HSG viel Spielzeit eingeräumt hatte.
HSG: Strahlmann, Tieding - Goslawski (6/2), Block (4), Uhse (4), Böger (3), Clari (3), Geil (1), Stuhrmann (1), Pargmann, Patzke, Strathmann.
Spielstationen: 7:1 (13.), 10:6 (21.), 12:9 (26.), 13:12 (30.), 17:16 (40.), 19:18 (44.), 19:23 (54.), 22:25 (60.).
