NORDHEMMERN - Rückschlag für die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland: Am frühen Sonntagabend verlor die Mannschaft von Trainer Jörg Rademacher auch ihr zweites Auswärtsspiel der Saison. In einer hektischen Schlussphase unterlagen die Friesländer mit 21:22 (9:11) beim bis dahin noch sieglosen LIT Nordhemmern/Mindenerwald.

Zur tragischen Figur wurde dabei in der Schlussminute Helge Janßen, als die Vareler beim Stand von 21:21 in Überzahl agierten und noch dazu Ballbesitz hatten. Er wurde am Kreis frei angespielt, scheiterte aber am überragenden Kai Bierbaum im Tor der Hausherren. Doch es kam noch schlimmer für die Friesländer, denn Nordhemmern vollendete den sofort eingeleiteten Konter Sekunden vor Schluss zum 22:21-Siegtreffer.

„Wir sind selbst schuld! Statt den Sack Mitte der zweiten Halbzeit zuzumachen, kriegen wir es trotz mehrmaliger Überzahl vorne nicht geregelt und lassen viel zu viele freie Chancen ungenutzt“, war Rademacher nach dem Schlusspfiff völlig bedient.

Aber der Reihe nach: Den besseren Start in die Partie hatten die Gastgeber erwischt. Erst beim Stand von 0:3 gelang Janßen in der 5. Minute der erste Treffer für die Vareler, die wenig später erstmals in Führung gingen (4:3/8.). Nach dem 5:5 lagen aber die Gastgeber bis zur Halbzeitpause immer mit einem oder zwei Treffern Vorsprung in Führung.

Zwar hatten sich die Vareler mehrfach in gute Wurfpositionen gebracht, doch wurden diese oft zu fahrlässig vergeben. Nach Wiederbeginn war die Wurfquote der Gäste zunächst besser. Die HSG setzte sich auf 18:15 ab (46.), verfiel dann aber wieder in alte Fehler. „Plötzlich waren wir im Abschluss wieder zu leichtsinnig und haben uns diverse technische Fehler erlaubt“, bedauerte HSG-Vorstand Lothar Brecht.

Außerdem lastete im Rückraum einmal mehr die Verantwortung zu sehr auf Lukas Kalafut, der mit zehn Treffern erneut erfolgreichster Werfer war. Auch Linksaußen Andrija Bubalo (5) wusste zu gefallen. Dagegen erwischten neben Kreisläufer Janßen auch die Rückraumspieler Vaidas Dilkas, Niels Bötel und Martins Libergs einen schwachen Tag.

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Auch in der Abwehr lief nicht alles rund. Zwar wurde Jan Mohrmann durch die 5-1-Formationen gut in Schach gehalten, doch war er bei Freiwürfen kaum zu stoppen.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)