NORDHORN/ELSFLETH -
Mit 24:34 unterlag der ETB beim Titelaspiranten HSG Nordhorn. Leistung und Einstellungen stimmte aber dennoch.
NORDHORN/ELSFLETH/JAN - Mit 24:34 (9:16) unterlagen die Handballerinnen des Elsflether TB beim Tabellenzweiten HSG Nordhorn scheinbar chancenlos, doch Iris Lammers meinte nach dem Spiel: „Wir sind zu blöde gewesen.“ In der Tat hätte der ETB wie im Hinspiel, das 23:23 endete, den Titelanwärter erneut ärgern können. „Mit Heinke Mehrtens und Janine Matschei hätten wir wohl nicht verloren“, schaute ETB-Coach Patrick Tulikowski auch ein wenig traurig in Richtung Auswechselbank der Gastgeber, die komplett gefüllt war.Beim Elsflether TB gab es keine Auswechselmöglichkeiten, halfen aus der Zweiten Ute Hedegger und Nathalie Adami aus und machten ihre Sache gut. „Ohne Heinke und Janine mussten wir umbauen, was die ohnehin schwere Aufgabe nicht erleichterte. Dennoch haben wir uns gegenüber dem Spiel in Oldenburg besser verkauft“, so Tulikowski, der erwartungsgemäß HSG-Torjägerin und Spielmacherin Simone Wegter durch Karina Eggers von Beginn an kurz decken ließ, wofür sie sich ein Extralob verdiente. Wegter, im Hinspiel noch herausragende Schützin und Anspielerin für Kerstin Großmann, erzielte wie die Kreisläuferin nur ein Feldtor. Aber Nordhorn hatte Alternativen und Antworten parat. So traf die 16-jährige Auswahlspielerin Wibke Osterloh sechsmal, davon fünfmal per Tempogegenstoß.
Beim ETB lief zunächst im Angriff gegen die offensive HSG-Abwehr nicht so viel, was angesichts der Umstellungen nicht überraschen konnte. Aber nachdem sich Nordhorn von 12:9 (21.) auf 15:9 bedingt durch eine Zeitstrafe des ETB abgesetzt hatte und zur Pause mit 16:9 führte, gab es dennoch eine Chance zur Wende.
Beim Stande von 25:19 (46.) und Überzahl der Gäste wackelte Nordhorn. „Hätten wir da keine technischen Fehler produziert und Gegentore kassiert, sowie keine insgesamt fünf Strafwürfe vergeben, wäre es eng geworden“, meinte Tulikowski. Denn exakt in dieser Phase hatte der ETB im Hinspiel nach einem 12:19-Rückstand die Wende zum 23:23 eingeläutet. Aber es kam anders. Nordhorn, das insgesamt 15 Tore per Tempogenstoß markierte, nutzte die Fehler und machte mit dem 31:19 (51.) den Sieg perfekt, den aber ein kampfstarker Gast nicht mehr höher anwachsen ließ.
HSG: Ina Nyhuis, Kira Voß, Kathrin Leuftink; Anja Hennekes (4), Sabrina Rupprecht (2), Stefanie Rohlfing (6), Carolin Stein (2), Bianca Niehaus (3), Christina Neßlinger (1), Simone Wegter (1), Wibke Osterloh (6), Kerstin Großmann (4/3), Verena Leissnink, Sandra Bosink. ETB: Tanja Speckels; Iris Lammers (4), Anja Bleckmann (11/3), Vanessa Schröter (3), Ute Hedegger (4), Nathalie Adami (1), Karina Eggers (1).
